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Frauenförderplan im Gleichstellungsausschuss


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09. Juni 2010

Frauenförderplan im Gleichstellungsausschuss

Frauen arbeiten sich weiter an die Spitze

Kreis Unna. (PK) Die Kreisverwaltung macht mit der Frauenförderung weiter ernst. Belegen lässt sich das mit den Zahlen der 3. Fortschreibung des Frauenförderplans für den Zeitraum 2010-2012, die die Gleichstellungsbeauftragte Sengül Ersan am Montag (7. Juni) im Gleichstellungsausschuss unter Vorsitz von Claudia Isenberg (SPD) vorstellte. Insgesamt 57,6 % der 1.014 Beschäftigen waren zum Berichtsstichtag 30. Juni 2009 weiblich.

Handlungsbedarf sah Sengül Ersan ebenso wie die Mitglieder des Gleichstellungsausschusses vor allem im Bereich der so genannten Funktionsstellen, also Stellen mit Leitungsfunktion. „Hier sind Frauen trotz aller Anstrengungen weiterhin unterrepräsentiert“, stellte Ersan fest. Nur 46 Frauen und damit erst 37,1 % der Beschäftigten nahmen zum Berichtsstichtag Funktionsstellen wahr. Der Anteil sei seit 2006 zwar weiter gestiegen, aber nur um knapp 1%. „Nach dem Berichtszeitraum wurden aber bereits zwei weitere Leitungsfunktionen mit Frauen besetzt, davon eine im Rahmen einer Stellenteilung“, erläuterte Sengül Ersan und versprach, hier „am Ball“ zu bleiben.

Dass die Gleichstellungsarbeit bei der Kreisverwaltung mit Leben gefüllt ist, machen die vielfältigen Angebote für die weiblichen Beschäftigten deutlich. Ein internes Frauennetzwerk, gezielte Fortbildungen und ein erfolgreich abgeschlossenes Mentoring-Projekt sind gelungene Beispiele für gezielte Frauenförderung. „Viele Ziele im Gleichstellungsbereich können aber nur längerfristig und mit kontinuierlicher Arbeit erreicht werden“, betonte die Gleichstellungsbeauftragte und belegte das mit weiteren Zahlen. „39,4 % der beschäftigen Frauen arbeiten Vollzeit, ein leichter Anstieg zu 2006 (39%).“ Allerdings sei Teilzeit weiterhin „weiblich“. 88,5 % aller Teilzeitbeschäftigten seien Frauen, vor vier Jahren lag der Anteil bei 89,2 %. „Der Anteil sinkt langsam, aber er sinkt“, machte Sengül Ersan deutlich, dass auch viele kleine Schritte zum Erfolg führen können.

Der Frauenförderplan sieht Maßnahmen vor, um die Gleichstellung bei der Kreisverwaltung weiter voranzutreiben. So sollen auch zukünftig bei Stellenausschreibungen in Bereichen, in denen weibliche Beschäftigte noch unterrepräsentiert sind, Frauen gezielt zur Bewerbung ermutigt und bei gleicher Eignung auch bevorzugt berücksichtigt werden. Gleiches gelte für die Besetzung von Leitungsfunktionen. Da das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ nach wie vor ein „Frauenthema“ ist, soll die Kreisverwaltung zudem auch Männer aktiv ermutigen, verstärkt von flexiblen Arbeitszeitgestaltungen Gebrauch zu machen.

Neu vorgesehen ist die Möglichkeit der Einrichtung eines Eltern-Kind-Arbeitszimmers für den Fall, dass die Betreuungsperson eines Kindes oder die Kita-Betreuung unvorhergesehen ausfällt. Die Beschäftigten sollen so die Möglichkeit erhalten, ihr Kind tageweise mit zur Arbeit zu nehmen, wenn eine andere Betreuung nicht organisiert werden kann. „Dies ist ein weiteres Instrument, um den Beschäftigten mit betreuungsbedürftigen Kindern die Vereinbarkeit von beruflichem Engagement und familiären Aufgaben zu erleichtern“, unterstrich Ersan.

Der Frauenförderplan für die Kreisverwaltung soll am 15. Juni im Kreistag beschlossen werden.


Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Silke Schmücker, Fon 02303 27-1113, E-Mail silke.schmuecker@kreis-unna.de


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