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Sommerzeit ist Gewitterzeit


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22. Juli 2010

Sommerzeit ist Gewitterzeit

Wenn’s draußen blitzt und donnert

Kreis Unna. (PK) Eine Schönwetterphase geht zu Ende, die warme feuchte Luft steigt auf und nach kurzer Zeit kündigen schwere dunkle Wolken ein Sommergewitter an. Muss man nun Angst vor dem drohenden Unwetter haben?

„Angst braucht man nicht zu haben, aber man sollte auch nicht leichtsinnig sein“, rät Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann.“In solchen Fällen gilt es zunächst einmal, das Wetter weiter im Auge zu behalten und gegebenenfalls frühzeitig einen sicheren Ort aufzusuchen.“

In der Regel sind bei Gewitter die eigenen vier Wände der sicherste Ort. Die meisten Gebäude sind mit Blitzableitern ausgestattet. Zudem können im eigenen Haushalt einige Vorkehrungsmaßnahmen getroffen werden. Bei elektrischen Geräten etwa, sollte der Stecker gezogen werden, da ein Blitzeinschlag erheblichen Schaden anrichten kann. Duschen und Telefonieren sollte auf einen späteren Zeitpunkt ver-schoben und von Metallleitungen, wie Wasserleitungen, Abstand gehalten werden.

Häufig passiert es jedoch, dass Menschen im Freien von Gewittern überrascht werden. Bei der Suche nach Schutz ist die alte Volksweisheit „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“ kein guter Ratgeber. Der Blitz sucht sich vor allem hohe alleinstehende Bäume und Masten aus und unterscheidet dabei nicht nach Baumart. Der Baum seinerseits leitet die Spannung in den Boden weiter. Diese wird vor allem für Personen, die sich in unmittelbarer Nähe aufhalten, gefährlich, da der Blitz direkt auf den Men-schen überspringt. Schwimmen im Freibad oder in einem See bei Blitz und Donner sollte man ebenso wenig wie auf freiem Feld spazieren gehen, reiten oder Fahrrad fahren.

Vor dem Gewitter weglaufen oder sich flach auf den Boden legen ist auch keine gute Idee. Der Blitz wird durch den Boden gut weiter geleitet und ein flach ausgestreckter Körper bietet eine große Angriffsfläche. Hier gilt: Beine so eng wie möglich zusammen, in die Hocke und sich - wenn vorhanden - auf etwas Iso-lierendes, wie etwa eine Plastiktüte setzen. Im Auto, Zug oder Flugzeug dagegen ist man absolut sicher, weil man von einem Metallkäfig - dem sogenannten Faradayschen Käfig - umgeben ist, der Blitzeinschlä-ge ableiten würde.

Glücklicherweise sind Sommergewitter meist schon nach relativ kurzer Zeit vorüber und die Sonne kommt wieder hervor.


Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Susanne Kronenberg, Fon 02303 27-1113, E-Mail susanne.kronenberg@kreis-unna.de


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