
Kreis Unna. (PK) Nach den Erhebungen des Robert Koch-Instituts sterben in jeder Grippesaison 7.000 bis 8.000 Menschen an den Folgen der Influenza (Grippe). Viel zu viele, wie der Amtsarzt des Kreises, Dr. Bernhard Jungnitz, betont: „Die regelmäßige jährliche Impfung ist der beste Schutz. Sie wird in aller Regel gut vertragen und rettet im Zweifelsfall das Leben.“
Wer sich jetzt mit medizinischer Hilfe um die Vorsorge kümmert, hat in der Grippezeit zwischen Dezember bis April „gute Karten“. Erstmals in diesem Jahr schützt die „normale“ Grippeimpfung auch gegen die „Neue Grippe“ H1 N1. Etwa 14 Tage braucht der Körper nach der Impfung, um einen vollständigen Schutz aufzubauen. Gerade für Ältere und chronisch Kranke, deren Immunsystem aufgrund des Alters oder einer chronischen Erkrankung geschwächt ist, empfiehlt sich, so Dr. Jungnitz, der kleine „Piks“ - und der sollte jedes Jahr wiederholt werden. „Die Viren verändern sich ständig. Der Impfstoff wird deshalb immer wieder angepasst, um gegen aktuell zirkulierende Erreger auch wirklich Wirkung zu zeigen.“
Auch Personen, die gewerbsmäßig mit Geflügel und Schweinen umgehen, wird empfohlen, sich umgehend gegen die aktuellen humanen Influenzastämme impfen zu lassen. Durch die Impfung soll verhindert werden, dass eine doppelte Belastung durch parallele Infektionen mit humaner Influenza und der Vogelgrippe entstehen kann.
Ansprechpartner für Fragen zur Impfung ist der jeweilige Hausarzt. Nachdem das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen bereits Ende August die ersten Grippe-Impfstoffdosen für die Saison 2010/ 2011 freigegeben hat, stehen schon jetzt aktuelle Grippe-Impfstoffe in den Apotheken zur Verfügung. Es wird auch für die Saison 2010/ 2011 damit gerechnet, dass das PEI – ähnlich wie in der vergangenen Saison – etwa 30 Millionen Grippe-Impfstoffdosen freigeben wird.