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Im Jugendhilfeausschuss

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29. November 2010

Im Jugendhilfeausschuss

Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans

Kreis Unna. (PK) Über die Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans beriet der Jugendhilfeausschuss am Montag, 22. November unter Vorsitz von Theodor Rieke (SPD). Als Ergebnis gab es einen Empfehlungsbeschluss für den Kreisausschuss.

 

Der Jugendförderungsplan nahm die Anforderungen aus dem 2004 beschlossenen Kinder- und Jugendfördergesetz auf und wurde 2006 erstmals beschlossen. Neben der Planungssicherheit soll der Plan mehr Transparenz in die Kinder- und Jugendförderung bringen. „Insgesamt gibt es vier Querschnittsaufgaben, die für alle Anbieter der Jugendförderung gelten“, erläuterte Sandra Waßen, Leiterin des Fachbereiches Familie und Jugend. „Neben der geschlechtsdifferenzierten Kinder- und Jugendarbeit geht es um die interkulturelle Bildung, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und um die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule“, so Waßen weiter.

 

Die geschlechtsdifferenzierte Kinder- und Jugendarbeit beruht auf der Idee der Gleichstellung. Die kulturelle Bildung wird in der Jugendhilfe zum Beispiel durch  Eine-Welt-Aktionen (Bildung und Handeln), Anti-Rassismus-Trainings, Internationales Kochen oder  Kampagnen und Aktionen gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Krieg umgesetzt.

 

Neu aufgenommen wurde der Kinderschutz. „Diesen besonderen Schutzauftrag für Kinder und bei Kindeswohlgefährdung erbringen neben dem Jugendamt sämtliche Einrichtungen, die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe anbieten“, informierte Sandra Waßen im Ausschuss. Auf Wunsch aller Fraktionen wurde auch die Inklusion neu aufgenommen. Dahinter steckt der Wille, die Gesellschaft und Umwelt so zu gestalten, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ohne Probleme oder Kompromisse möglich ist.

 

Die Richtlinien zur Förderung der Jugendarbeit wurden im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans ebenfalls überarbeitet. Offene Jugendarbeit eröffnet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen sozialen Raum für Begegnungen, Geselligkeit und Bildungszwecke. Sie fördert dabei die Persönlichkeitsbildung und das soziale Verhalten, insbesondere durch die Entwicklung persönlicher und gemeinsamer Fähigkeiten und das Einüben von Verantwortung und Mitwirkung.

 

Die Jugendgruppenleiter sollen deshalb effektiver ausgebildet werden. „Hier wird zukünftig ein Schwerpunkt auf Veranstaltungen mit Bildungscharakter, Erholung und sozialem Lernen liegen“, gab Fachbereichsleiterin Sandra Waßen einen Ausblick. Für dieses Vorhaben erhöht sich der Ansatz für Jugendverbände von 300 auf 600 Euro. Für das Haushaltsjahr 2011 ist eine Erhöhung um 5.000 Euro auf 55.000 Euro geplant.




Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Silke Schmücker, Fon 02303 27-1113, E-Mail silke.schmuecker@kreis-unna.de
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