
Kreis Unna. (PK) Rund 68 Prozent der im Jahr 2010 geführten Gerichtsverfahren des Kreises Unna hatten mit dem Schwerbehindertenrecht zu tun. Im vergangenen Jahr fielen 524 der 765 Gerichtsverfahren in diesen Rechtsbereich. Dies ist der Statistik 2010 der Stabsstelle Rechtsangelegenheiten des Kreises Unna zu entnehmen.
Der hohe Anteil der Schwerbehindertenfälle hat mit der Übernahme der Versorgungsverwaltung von der Stadt Dortmund durch den Kreis zu tun. Die anderen rund 240 Verfahren stammten aus den Bereichen Straßenverkehr, Ausländerwesen, Pflegewohngeld, BAföG und Gewerberecht.
2010 wurden 728 gerichtliche Verfahren neu anhängig gemacht. Davon konnten 214 abgeschlossen werden. 514 kamen noch zu keinem Abschluss. Zu diesen offenen Prozessen kommen noch 44 Prozesse aus dem Jahr 2008 und 207 aus dem Jahr 2009, die noch nicht beendet sind. Damit waren am Jahresende 2010 insgesamt 765 Gerichtsverfahren anhängig.