
Kreis Unna. (PK) Auch Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen fühlen sich im Kreis Unna wohl. Dies zeigt ein Blick in die Statistik der Ausländerbehörde beim Kreis. Danach ließen sich im letzten Jahr insgesamt 257 Menschen und damit 33 mehr als 2009 einbürgern.
Die Neubürger wählten Bergkamen (79), Schwerte (48), Kamen (47), Werne (27), Bönen (18), Holzwickede (17), Fröndenberg (12) und Selm (9) zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt. Die meisten der neuen deutschen Staatsbürger kommen aus der Türkei (131 Personen), aus Sri Lanka (21), aus Polen (19), aus dem Iran (10), aus Marokko (9), aus der Ukraine (7), aus Mazedonien und aus Serbien (jeweils 6 Personen). Die anderen 48 Neubürger stammen ursprünglich aus Griechenland, Spanien, Bosnien, Weißrussland, Rumänien, Bosnien-Herzegowina, Argentinien, Indien, Italien, Tunesien, Syrien, Litauen, Vietnam, Montenegro, Irak, Bulgarien, Russland, Kuba, Ungarn, Ägypten, Nigeria, Kamerun, Finnland, Portugal, Kroatien, Libanon, Thailand und Slowenien. Eingebürgert wurde auch ein Staatenloser.
Die deutsche Staatsangehörigkeit ist für weitere mehrere hundert Menschen das erklärte Ziel. Allein im letzten Jahr wurden 253 neue Einbürgerungsanträge gestellt (2009: 243). Damit liefen bei der Ausländerbehörde mit Stand Dezember 2010 genau 580 Einbürgerungsverfahren. „Ihr Abschluss kann Jahre dauern, da manche Antragsteller in ihrem Herkunftsland noch ausgebürgert werden müssen, den Einbürgerungstest absolvieren sowie ein deutsches Sprachzertifikat vorlegen müssen und auch die bundesweit vorgeschriebene Sicherheitsprüfung erfolgt sein muss“, nennt Gabriele Hilker von der Ausländerbehörde einige Gründe.
Der Antrag auf Einbürgerung muss wohnortnah in der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung gestellt werden. Mit Ausnahme von Lünen und Unna (eigene Ausländerbehörden) wird das Verfahren selbst beim Kreis Unna geführt. Ist es aus Sicht des Antragsstellers erfolgreich beendet, wird es richtig feierlich. Denn seit September 2008 lädt Landrat Michael Makiolla die Neubürger des Kreises zu einer Feierstunde ein, bei der es neben einem ausdrücklichen „Herzlich Willkommen“ natürlich auch die Einbürgerungsurkunde gibt.