Die Zahl der Personen, die auf finanzielle Unterstützungsleistungen nach dem SGB II angewiesen sind, ist im September um 121 oder 0,5 Prozent auf 23.099 gesunken. Allerdings zeigt auch hier der Vorjahresvergleich eine negative Entwicklung (plus 589 oder plus 2,6 Prozent).
Die Arbeitslosenzahl (SGB II) hat sich gegenüber August um 383 oder 5,6 Prozent auf 7.234 Personen erhöht. Dieser Anstieg ist auf eine veränderte statistische Führung von Rentenantragsstellern zurückzuführen und betrifft daher nahezu ausschließlich den Personenkreis der 55-Jährigen und Älteren. Während die Arbeitslosigkeit aufgrund des statistischen Sondereffekts bei dieser Gruppe um 19,8 Prozent zunahm, sank die Arbeitslosenzahl bei den unter 25-Jährigen um 8,9 Prozent.
Der Arbeitsmarkt ist im zweiten Halbjahr deutlich aufnahmefähiger als in den ersten sechs Monaten des Jahres. Insgesamt konnten im September 338 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine neue Beschäftigung aufnehmen. Gleichwohl sind dies 18 Integrationen weniger als im Vormonat und 29 weniger als im Vorjahr. Insbesondere die Industriebranche fragt verstärkt Arbeitskräfte nach. Auch wenn zurzeit eine Vielzahl der neuen Arbeitsverträge eine zeitliche Befristung hat, ist bei einem Anhalten der guten Auftragslage damit zu rechnen, dass ein Teil der befristeten Verträge in unbefristete Arbeitsverhältnisse umgewandelt wird. Für das vierte Quartal wird von einer weiterhin stabilen Arbeitsmarkentwicklung ausgegangen.