Kooperatives Ausbildungsmodell geht in die zweite Runde
Anmeldeschluss für angehende ErzieherInnen endet am 15. Februar
Wer im September die dreieinhalbjährige kooperative Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin beziehungsweise zum Erzieher der Stadt Hanau beginnen möchte, kann sich noch bis zum 15. Februar beim Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung oder bei der Kathinka-Platzhoff-Stiftung und bei der Eugen-Kaiser-Schule bewerben. 24 Ausbildungsplätze stehen insgesamt zur Verfügung. 20 stellt die Stadt Hanau zur Verfügung, vier die Kathinka-Platzhoff-Stiftung. Das Gehalt richtet sich nach der Ausbildungsvergütung der Verwaltungsfachangestellten im öffentlichen Dienst.
Im Herbst 2013 wurde der zukunftsweisende Modellversuch gestartet, bei dem Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt sind. Zu Beginn verbringen die Auszubildenden drei Tage in der Woche in der Eugen-Kaiser-Schule, der zuständigen Fachschule für Sozialpädagogik, und zwei Tage in der jeweiligen Einrichtung. „Wir können dem Fachkräftemangel nur begegnen, wenn wir jungen Leuten, aber auch Quereinsteigern attraktive Rahmenbedingungen bieten, um die Ausbildung zur Erzieherin beziehungsweise zum Erzieher zu durchlaufen“, davon ist Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel überzeugt. Die große Nachfrage beim Start im vergangenen Jahr sei der Beweis dafür, „dass der Schritt in Richtung duale Ausbildung schon lange überfällig war“. Entwickelt wurde das Konzept vom Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung in Kooperation mit der Eugen-Kaiser-Schule.
Für das Aufnahme in das Hanauer Theorie- und Praxismodell gibt es unterschiedliche Vorausaussetzungen: unter anderem die Mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung, der erfolgreiche Abschluss der zweijährigen Ausbildung zur Sozialassistentin beziehungsweise zum Sozialassistenten oder die Fachhochschulreife beziehungsweise das Abitur. Wer ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst absolviert, sich in der Jugendarbeit engagiert oder auf andere Art und Weise sozialpädagogische Erfahrungen gesammelt hat, kann diese Zeiten ebenfalls einbringen. Nach einem erfolgreichen Abschluss ist nach Aussage von Betriebsleiterin Gitte Rodriguez die Chance auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag beim Eigenbetrieb groß.
Interessentinnen und Interessenten können ihr Bewerbung bis 15. Februar an den Eigenbetrieb, die Kathinka-Platzhoff-Stiftung und die Eugen-Kaiser-Schule richten. Das Auswahlverfahren der Fachschule findet am 8. März statt. Denn nur wer in diese Fachschule aufgenommen wird, hat die Chance auf einen der Ausbildungsplätze. Die Vorstellungsgespräche des Eigenbetriebs finden voraussichtlich in der 14. Kalenderwoche statt.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488
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