
Kreis Unna. (PK) „UN-Behindertenrechtskonvention - ein Thema für die Selbsthilfe?“ Um diese Frage und um acht Unterschriften unter eine Vereinbarung geht es bei der 10. Selbsthilfekonferenz der Selbsthilfegruppen am Freitag, 13. Juni 2014 im Kreishaus Unna.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung (14 Uhr) werden Landrat Michael Makiolla, Gesundheitsdezernent Norbert Hahn und die sechs Sprecher der Selbsthilfe im Kreis Unna eine Vereinbarung unterschreiben. Sie geht auf einen von der SPD initiierten Kreistagsbeschluss im Mai zurück und legt bis 2020 verbindlich die Rahmenbedingungen der Selbsthilfeförderung im Kreis Unna fest.
Danach bleiben die zwei Gesundheitshäuser in Lünen und Unna sowie der Treffpunkt Schwerte weiter Ankerplätze für die Selbsthilfe. Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) unterstützt die Selbsthilfe auch künftig mit organisatorischem Know-how und wird dafür angemessen ausgestattet. Außerdem wird bis 2020 ein jährlicher Zuschuss für die Selbsthilfegruppen in Höhe von 20.000 Euro sichergestellt.
Nach der Vertragsunterzeichnung geht es um die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft. Nach der Einführung von Roland Borosch vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW informiert die Behindertenbeauftragte des Kreises Unna, Gabi Olbrich-Steiner, über den Stand der Umsetzung der Konvention im Kreis Unna.
In sogenannten Tischgesprächen ist anschließend der Austausch zu Fragen rund um die Handlungsfelder Bildung, Mobilität, barrierefreie Information und Bewusstseinsbildung als Basis für die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen vorgesehen.
Veranstalter der Konferenz sind der Sprecherrat der Selbsthilfegruppen im Kreis Unna und die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.). Ansprechpartnerin ist Lisa Nießalla im Gesundheitshaus des Kreises in Lünen, Roggenmarkt 18-20. Tel. 0 23 06 / 100 610, E-Mail lisa.niessalla@kreis-unna.de.