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Multiple chemische Sensibilität


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18. Februar 2015

Multiple chemische Sensibilität

Gesprächskreis geplant

Kreis Unna. (PK) Mit einer Überempfindlichkeit gegen chemische Substanzen beginnt für einige Menschen ein langer Leidensweg. Sie sind von einer multiplen chemischen Sensibilität (MCS) betroffen.  Im Gesundheitshaus Unna ist jetzt ein neuer Gesprächskreis für Betroffene unter dem Thema „Wenn Düfte krank machen“ geplant.

 

Weil die Krankheit extrem selten ist, sucht die Initiatorin weitere Betroffene auch über den Kreis Unna hinaus, um sich mit ihnen auszutauschen. Auch Patienten aus den Nachbarkreisen Soest, Coesfeld, Recklinghausen und dem Märkischen Kreis sind eingeladen, sich zu melden.

 

Die Symptome einer MCS sind vielfältig: Sinnesstörungen, extreme Geruchsempfindlichkeit, Schleimhautreizungen in Augen und Mund, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Hautirritationen, Muskel- und Atemstörungen, Beeinträchtigung der kognitiven Leistung und Schmerzen besonders in den Muskeln und Gelenken können ein Hinweis auf MCS sein.

 

Obwohl Anzeichen und Ursachen sehr unterschiedlich sein können, ist charakteristisch, dass Betroffene binnen kurzer Zeit hypersensibel auf Umweltstoffe regieren. Weil das Immunsystem überfordert ist, ist ein Entrinnen für die Patienten meist nicht möglich.

 

Um sich vor diesen Einflüssen zu schützen, bleibt Betroffenen im Extremfall nur noch der Rückzug, der mit Isolierung einhergeht. Die permanente Belastung des Körpers und die daraus resultierende Vereinsamung wirken sich unter Umständen auch auf die psychische Befindlichkeit aus. Panikattacken, Ängste und Depressionen können die Folge sein.

 

Die Initiatorin des geplanten Gesprächskreises hat erfahren, dass ihr auch Fachärzte kein geeignetes Behandlungskonzept anbieten können. Anfangs sei sie sogar als Simulantin abgetan worden.

 

Um nicht aufzugeben und aus der unfreiwilligen Isolation herauszukommen, sucht die Initiatorin den Austausch mit weiteren Betroffenen in einer von Vertrauen und Verständnis getragenen Atmosphäre.

 

Weitere Informationen gibt es bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises (K.I.S.S.) im Gesundheitshaus in Unna, Massener Straße 35. Ansprechpartnerin ist Margret Voß, Tel.
0 23 03 / 27-28 29, E-Mail
margret.voss@kreis-unna.de.

 

Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.




Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Birgit Kalle, Fon 02303 27-1113, E-Mail birgit.kalle@kreis-unna.de
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