
Kreis Unna. (PK) Soldaten erleben bei Einsätzen in Krisengebieten viele schlimme Situationen. Nicht alle können diese Eindrücke ohne weiteres verarbeiten, viele kommen traumatisiert zurück. Oft leiden sie am Posttraumatischen Belastungs-Syndrom (PTBS).
Nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für die Familienangehörigen verändert sich durch die Traumatisierung der gesamte Alltag. Nichts ist mehr, wie es vor dem Einsatz war. Es stellt sich die Frage, wie es in Zukunft weitergeht, wie eine Familie mit der neuen Situation leben kann. Um mit der Situation nicht allein zu sein, hat sich ein Gesprächskreis gegründet.
Über Facebook hat die Initiatorin der Gruppe Kontakt zu Soldatenfrauen aufgenommen, deren Männer nach dem Einsatz in Krisengebieten ebenfalls an dem PTBS leiden. Die Gruppe bietet die Möglichkeit, sich über die Herausforderungen und Schwierigkeiten des Alltags auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Es haben bereits Treffen stattgefunden, aufgrund der unterschiedlichen Standorte der Soldaten hat sich so ein überregionaler Kontaktkreis erschlossen.
Alle Soldatenfrauen, die sich austauschen möchten und nicht allein sein wollen, sind herzlich willkommen.
Interessierte können sich bei der Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfegruppen im Gesundheitshaus Unna, Massener Str. 35 melden. Die Ansprechpartnerin Margret Voß ist unter Tel. 0 23 03 / 27-28 29 oder per E-Mail an margret.voss@kreis-unna.de zu erreichen. Alle Anfragen werden vertraulich behandelt.