
Kreis Unna. (PK) Eine Hörschädigung ist eine „unsichtbare Behinderung“, die Betroffene oft nicht wahrhaben wollen. Zum Austausch untereinander trifft sich der Verein der Schwerhörigen und Ertaubten regelmäßig im Gesundheitshaus Lünen, Am Roggenmarkt 18-20. Das nächste Treffen findet am Freitag, 4. November um 14 Uhr statt.
Bereits Anfang der 90er Jahre gründete sich in Lünen der Verein der Schwerhörigen und Ertaubten als Interessensvertretung für Hörgeschädigte. Ziel war die Aufklärung und die Integration der Betroffenen in die Gesellschaft. Inzwischen ist die Mitgliederzahl so gesunken, dass der Verein um seinen Fortbestand bangen muss.
Deshalb werden neue Mitglieder gesucht, die sich mit anderen Betroffenen austauschen und aktiv am Vereinsleben mitarbeiten möchten.
Informationen gibt es bei der Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) im Gesundheitshaus in Lünen, Roggenmarkt 18-20. Ansprechpartnerin ist Lisa Nießalla, Tel. 0 23 06 / 100 610, E-Mail: lisa.niessalla@kreis-unna.de. Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Hintergrund:
Hörgeschädigt ist, wer schwer hört oder ertaubt ist, wer Träger eines sogenannten Cochlea-Implantates ist oder auch Menschen mit Tinnitus. Wer andere schlecht versteht, der nimmt nicht mehr an Gesprächen teil und zieht sich irgendwann von seiner Umwelt zurück. Denn unvollständiges Hören ist anstrengend und kann zu Überforderung und Erschöpfung durch mühsames Zuhören führen.