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„Gegen die Einbahnstraße“


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23. Januar 2017

„Gegen die Einbahnstraße“

Sechsmal freie Fahrt für Radfahrer

Kreis Unna. (PK) Freie Fahrt für Radfahrer heißt es demnächst auf sechs Fröndenberger Einbahnstraßen. Sie werden für den Radverkehr entgegen der Fahrtrichtung freigegeben. Dadurch wollen die Straßenverkehrsbehörde beim Kreis Unna und die Stadt Fröndenberg einen zusätzlichen Anreiz schaffen, aufs Rad umzusteigen.

 

Mehr Fröndenberger aufs Fahrrad bringen – das ist eines der Ziele des örtlichen Verkehrsentwicklungsplans, der im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Denn mit einem Radverkehrsanteil von 2,9 Prozent besteht hier noch Nachholbedarf. Zum Vergleich: Kreisweit liegt er bei 12 Prozent.

 

„Sicherlich liegt eine Ursache für so wenig Radfahrer in Fröndenberg in der Topographie mit zahlreichen starken Anstiegen“, erklärt Michael Arnold aus der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis Unna. „Deshalb müssen wir es den Radfahrern, wo es geht, so leicht wie möglich machen.“ Also lautet das Motto: Verkehrsteilnehmer mit attraktiven Radverkehrsanlagen zum Umdenken bewegen.

 

Ein Baustein sind die Einbahnstraßen. „Sie zwingen Radfahrer häufig zu Umwegen, die im schlechtesten Fall sogar noch entlang einer Hauptverkehrsstraße verlaufen“, weiß Arnold.

 

Hier setzte nun eine Sonderverkehrsschau an. Zusammen mit Vertretern der Stadt Fröndenberg prüfte die Straßenverkehrsbehörde Mitte Januar alle 18 Einbahnstraßen im Stadtgebiet darauf, ob sie sich für Radfahrer in Gegenrichtung öffnen lassen. „Mindestvoraussetzung ist eine Fahrbahnbreite von drei Metern und eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von maximal 30 km/h“, erläutert Michael Arnold.

 

Ergebnis: An sechs Straßen können die Wege der Radfahrer ohne Sicherheitsrisiko zum Teil erheblich verkürzt werden: Im Stift, Karl-Wildschütz-Straße, Jägertal, Königsweg, Heideweg und Poststraße.

 

„Im Zentrum entsteht damit nach der Öffnung des Marktplatzes eine durchgehende Verbindung für den Radverkehr“, zählt der Verkehrs-Experte des Kreises die Vorteile auf. „Und von Dellwig kommend kann zukünftig über die Straßen In der Liethe und Heideweg radelnd Ardey erreicht werden.

 

Auch der Schulweg werde sicherer, so Arnold: „Eine Öffnung der Straße Jägertal (Höhe Lerchenweg) ermöglicht es Schülerinnen und Schülern von der Westicker Heide einbiegend sicher das Schulzentrum zu erreichen. Ein Weg über den „Hirschberg entfällt.“

 

Umgesetzt wird die geplante Neuregelung in Abstimmung mit der Stadt Fröndenberg rechtzeitig zur neuen Rad-Saison. An der Poststraße steht allerdings noch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit einer Anordnung im Wege. Aber auch hier sieht der Verkehrsentwicklungsplan Lösungsansätze vor: „Insbesondere Ostbüren soll nach Wunsch der Gutachter weitere Tempo-30-Zonen erhalten, sodass wir auch hier zur Tat schreiten werden, sobald die Tempo-Regelung in Kraft getreten ist“, kündigt Arnold an.




Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Birgit Kalle, Fon 02303 27-1113, E-Mail birgit.kalle@kreis-unna.de
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