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Veranstaltungen auf Haus Opherdicke


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14. September 2018

Veranstaltungen auf Haus Opherdicke

Ende naht

Kreis Unna. Am Wochenende zum 21. September wird es düster auf Haus Opherdicke, denn neben „Morden im Norden“, einer Veranstaltung von Mord am Hellweg am Freitag, wird die Ausstellung von Edgar Ende eröffnet: Seine skurrilen, dunklen und faszinierenden Bilder werden ab dem 23. September auf Haus Opherdicke zu sehen sein.

 

„Morden im Norden“ startet am Freitag ab 19 Uhr. Mit dabei sind vier Krimi-Autoren und der Shanty-Chor „De Tampentrekker“, die aus der TV-Show „Inas Nacht“ bekannt sind. Die Ende-Ausstellung wird am Sonntag, 23. September ab 11.30 Uhr mit einer feierlichen Vernissage auf Haus Opherdicke eröffnet. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

 

Ausstellungstitel: Melancholie und Verheißung

Melancholie und Verheißung, so der Titel der neuen Ausstellung, die während der Öffnungszeiten bis zum 24. Februar 2019 auf Haus Opherdicke ein Einblick in die fantastische künstlerische Welt von Edgar Ende verspricht.

 

Edgar Ende ist der Vater von Michael Ende, der immer wieder die Gedankenwelt seines Vaters aufgriff. Er setzte ihm im Roman „Der Spiegel im Spiegel“ ein literarisches Denkmal. Deshalb gibt es zu der Ausstellung auch ein Rahmenprogramm mit Lesungen aus den Werken von Michael Ende.

 

Traumhafte Bilder

Die traumhaften und visionären Bilder des Malers und Grafikers Edgar Ende stehen einerseits in der Tradition der metaphysischen Malerei und machen andererseits Ende zu dem wichtigsten deutschen Vertreter des Surrealismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

Seine vor und nach dem Inferno des Zweiten Weltkrieges entstandenen Malereien strahlen in ihren entrückten und transformierten Motiven und in ihrer pastosen, dunkeltonigen Farbigkeit eine eigene Faszination aus, die zugleich anzieht und irritiert.

 

Mehr zur Ausstellung ist unter www.kreis-unna.de (Stichwort „Haus Opherdicke“) zu finden. Weitere Informationen zu „Morden im Norden“ sind unter www.mordamhellweg.de zu finden. PK | PKU

 

Hintergrund zum Maler

Edgar Ende, geboren 1901 in Hamburg-Altona, machte zunächst nach seiner Schulausbildung eine Lehre als Dekorationsmaler. Währenddessen nahm er als Gasthörer an Abendkursen der Handwerker und Kunstgewerbeschule in Altona teil, die er daraufhin als ordentlicher Student besuchte, wie auch später die Hochschule für freie und angewandte Kunst in Hamburg. 1924 beteiligte er sich als Künstler erstmals an der jährlichen Ausstellung der Hamburger Secession.

 

Anfang der 1920er Jahre entwickelte Ende seine ganz eigene Methode der Bildfindung. Er zog sich in sein abgedunkeltes Atelier zurück, abgeschirmt von der Umwelt. Dort wartete er darauf, dass ihn Visionen inspirierten und er seine Eingebungen im Schein einer Taschenlampe auf Notizzettel skizzieren konnte. Verbunden mit der Fähigkeit, das Bewusstsein wirklich zu entleeren, gelangte er zu Bildideen, die es in der Form und in der Menge noch nicht gegeben hatte.

 

Die Dunkelkammerskizzen sind zentral in der Ausstellung auf Haus Opherdicke präsent, von den kleinen Notizzetteln an sich, über Zeichnungen und Gouachen bis hin zu den daraus entstandenen und ausformulierten Ölbildern.

 

Der Künstler zog 1928 in die Nähe von München. Im nächsten Jahr heiratete er und sein Sohn Michael wurde geboren. 1936 wurde ihm der Bezugsschein für den Kauf von Malmaterialien verweigert und seine Werke als Entarteten Kunst diskreditiert.

 

Bei einem britischen Fliegerangriff auf München 1944 wurden Teile seiner Werke, vor allem aber seine Grafiken und viele seiner Skizzen, vernichtet. In der Nachkriegszeit knüpfte Ende an seinen Erfolg an, unter anderem mit der Teilnahme an der Biennale in Venedig. Er nahm jährlich an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst in München teil, wurde zu ihrem Präsidenten gewählt, bis er 1965 verstarb.

 

Hinweis an die Medien

Im Anhang finden Sie die Flyer zum Rahmenprogramm sowie zur Ausstellung selbst.

 

Bildzeile 1: Edgar Ende, De Profundis, 1951, Öl auf Leinwand, 60 x 80,3 cm, Privatsammlung, Herzogenrath, Foto: Thomas Kersten, © Michael Ende Erben/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Bildzeile 2: Edgar Ende, Linie unendlich, 1951, Öl auf Leinwand, 89,5 x 70 cm, Sammlung Horn, Berlin, Foto: Thomas Kersten, © Michael Ende Erben/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

(Hinweis von VG Bild-Kunst: Die kostenfreie Veröffentlichung der Bilder ist nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung erlaubt ab 3 Monate vor Ausstellungsbeginn bis 6 Wochen nach Ende der Ausstellung.)




Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation,Max Rolke | Fon 02303 27-1113 | E-Mail max.rolke@kreis-unna.de


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Edgar Ende De Profundis

Bildzeile 1: Edgar Ende, De Profundis, 1951, Öl auf Leinwand, 60 x 80,3 cm, Privatsammlung, Herzogenrath, Foto: Thomas Kersten, © Michael Ende Erben/VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Edgar Ende De Profundis



Edgar Ende Linie unendlich

Bildzeile 2: Edgar Ende, Linie unendlich, 1951, Öl auf Leinwand, 89,5 x 70 cm, Sammlung Horn, Berlin, Foto: Thomas Kersten, © Michael Ende Erben/VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Edgar Ende Linie unendlich



Ausstellung Ende 2


Ausstellung Ende 2



Ausstellung Ende


Ausstellung Ende


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