Bocholt, 28. September 2000
Ver-rückte Verhältnisse
Frauenbildungsarbeit in der Diskussion
Bocholt (pd).
"Ver-rückte Verhältnisse - Ansätze, Rahmenbedingungen und Perspektiven feministischer Bildung" lautet der Titel einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Freitag, dem 20. Oktober, 17.00 Uhr im Rathaus der Stadt Bocholt am Berliner Platz. Verena Bruchhagen, geschäftsführende Leiterin der Frauenstudien Dortmund, wird an diesem Abend Thesen und Denkanstöße zur Umsetzung von Frauenbildungsarbeit im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung geben.
Kritik- und Handlungsfähigkeiten zu erschließen, Selbstveränderungsprozesse als Beitrag zur notwendigen gesellschaftlichen Veränderung zu initiieren und zu unterstützen, Selbsterfahrung, Selbstmanagement und Politisierung zusammen zu binden- all das sind ausgemachte Ziele feministischer Bildung. Aber wie sehen die gesellschaftlichen Verhältnisse heute aus? Wie können diese Ziele umgesetzt werden, wenn Frauenbildungsarbeit nicht nur einen Beitrag zur Modernisierung des Patriarchats leisten will? Diesen Fragen wird sich die Referentin in ihrem Vortrag, dem sich eine moderierte Diskussion anschließen wird, ausführlich widmen.
Bereits zum Internationalen Frauentag im März diesen Jahres war Verena Bruchhagen in Bocholt zu Gast und stieß mit ihren Thesen zum Thema Frauenbildung auf großes Interesse und Diskussionsbedarf. Familienbildungsstätte, Volkshochschule und Gleichstellungsbeauftragte als Gemeinschaftsveranstalterinnen freuen sich daher sehr, Frau Bruchhagen an diesem Abend erneut in Bocholt begrüßen zu können. Alle interessierten Frauen und Männer sind herzlich dazu eingeladen. Fragen zur Veranstaltung beantworten Ihnen gerne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Familienbildungsstätte Bocholt unter 36 41 oder der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg unter 25 22-0.