Bocholt, 13. Dezember 2000
Sitzung des Arbeitskreis für Gleichstellung
Bocholt (pd).
Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten nahezu verdoppelt und immer häufiger sind auch jüngere Frauen betroffen. Grund genug für den Arbeitskreis für Fragen der Gleichstellung von Frau und Mann, sich in seiner jüngsten Sitzung über die Aktivitäten der Arbeitsgruppe "Brustkrebsfrüherkennung" zu informieren.
Diese AG wurde auf Empfehlung der Kommunalen Gesundheitskonferenz gegründet, wie Referentin Annette Scherwinski, Leiterin des Fachbereiches Gesundheit des Kreises Borken, erläuterte. Bei einer Früherkennung der Erkrankung steigen die Heilungschancen und viele Frauen entdecken selbst die ersten Krankheitszeichen. Die Ziele der Arbeitsgruppe, in der Vertreterinnen und Vertreter der Krankenkassen, der Ärzteschaft, der Selbsthilfegruppen, des Fachbereiches Gesundheit des Kreises sowie des Netzwerkes der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten mitarbeiten, sind daher klar gesteckt: Förderung der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen, Erstellung eines Faltblattes für eine Selbstuntersuchung der Brust sowie gezielte Öffentlichkeitsarbeit.
Das Faltblatt, welches im Entwurf bereits steht, wird in Kürze allen gesetzlich krankenversicherten Frauen über 30 Jahre zugesandt. Verbunden werden soll dies mit einem Anschreiben, welches zur Inanspruchnahme der jährlichen – von den Krankenkassen bezahlten – Früherkennungsuntersuchung motivieren soll. Eine statistische Datenerhebung zur Inanspruchnahme der Vorsorgetermine ergänzt diese Maßnahme. Die weiteren Planungen der Arbeitsgruppe beinhalten eine Veranstaltung am 3. April in Borken, zu der Regine Hildebrand in Borken über ihre Erfahrung mit dieser Erkrankung berichten wird.
Folgen soll in der zweiten Jahreshälfte 2001 ein Tag der Frauengesundheit. Die zahlreichen Fragen aus dem Arbeitskreis an die Referentin belegten den großen Informationsbedarf - auch in Bocholt - zu diesem Thema. Für die geplanten Aktionen solle daher auch Bocholt als Veranstaltungsort mit einbezogen werden, so das Fazit des Arbeitskreises.
Im weiteren Verlauf der Sitzung erläuterte die Gleichstellungsbeauftragte, Monika Tenbrock, den Planungsstand zum Internationalen Frauentag 2001. Am 8. März selbst sollen Vertreterinnen verschiedenster Organisationen die Gelegenheit erhalten, an einem Informationsstand über ihre frauenpolitischen Ziele zu informieren. Darüber hinaus wird am 11. März bei einer Gemeinschaftsveranstaltung von Volkshochschule, Familienbildungsstätte und Gleichstellungsstelle die Kabarettistin Conny Reisberg, bekannt durch das Duo "extra 2", ihr Soloprogramm vorstellen.