Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 09. Februar 2001

Stv. Bürgermeisterin Ilse Tekampe empfing Hans Koschnik

Früherer Bremer Bürgermeister besuchte Bocholt

Bocholt (pd).

Hans Koschnik, fast 20 Jahre lang Bürgermeister der freien und Hansestadt Bremen, wurde gestern Abend im Historischen Rathaus der Stadt Bocholt von der stv. Bürgermeisterin Ilse Tekampe empfangen.

Der offizielle Empfang, an dem auch Vertreter der hiesigen Kirchen und Ratsfraktionen teilnahmen, fand anlässlich Koschniks Vortrag zum Thema "Mostar - Ein Brandherd in Europa ?" statt. Hierzu hatten die hiesige Volkshochschule und der Evangelische Verein Bocholt e.V. eingeladen. In ihrer Begrüßung freute sich Ilse Tekampe, dass Hans Koschnik bereits zum dritten Mal die Stadt Bocholt besucht, um hier über ein politisches Thema zu referieren. Dank sprach die stv. Bürgermeisterin der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg aus, die stets in Zusammenarbeit mit hiesigen Vereinen politische Vorträge mit hochkarätigen Referenten durchführt.

Hans Koschnik nahm im Rahmen des städt. Empfangs gerne die Gelegenheit wahr, von seinen Erfahrungen in Mostar zu berichten. Er ist unbestritten einer der besten Kenner der sozialen, politischen und ökonomischen Verhältnisse auf dem Balkan und ein kritischer Beobachter sowohl der in Ansätzen erfolgreichen als auch der zum Teil erfolglosen internationalen Bemühungen um die Wiederherstellung friedlicher Lebensbedingungen in dieser Region. "Die Menschen, die dort den Bürgerkrieg erlebt haben, brauchen vor allen Dingen Zeit", so Koschnik zur derzeitigen Situation in Mostar.

In seinem anschließenden Vortrag ging er auch vor dem Hintergrund der faktischen Konfliktbereitschaft auf die Frage nach der Friedenswilligkeit bzw. Friedensfähigkeit der Menschen ein und klärte im Rahmen seines humanitären Engagements über die aktuellen Verhältnisse in Bosnien auf.