Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 09. März 2001

Illegale Baustelle stillgelegt

Bocholt (pd).

Schon vor einiger Zeit untersagte die städtische Bauordnungsbehörde die Errichtung einer Mehrzweckhalle im äußeren Stadtgebiet, da grundlegende Vorschriften nicht beachtet wurden. Am Donnerstag, 8.3.2001, 17.30 Uhr wurde die Baustelle von der Stadtverwaltung erneut geschlossen.

Auf Grund eines Hinweises aus der Bevölkerung kontrollierten Mitarbeiter des Fachbereichs Öffentliche Ordnung die eigentlich stillgelegte Baustelle. Dabei stellten sie fest, dass der Weseler Bauherr, der ein größeres Veranstaltungs- und Marktgebäude errichten wollte, gegen die Bauuntersagung verstieß und den Bau fortsetzte.

Zu verschiedenen Hilfsarbeiten auf der Baustelle setzte er drei Männer aus Ostmitteleuropa ein, die zur Feststellung ihrer Identität von der Aussländerbehörde vorübergehend festgenommen wurden. Hierbei stellte sich heraus, dass sich alle drei illegal in der Bundesrepublik Deutschland aufhielten und weder über eine Aufenthalts- noch eine Arbeitsgenehmigung verfügten.

Während die Baustelle sofort stillgelegt wurde, wurde die drei ausländischen Hilfsarbeiter ausgewiesen und zusätzlich mit einem dauerhaften Wiedereinreiseverbot belegt.

Gegen den Bauherrn wird weiter ermittelt. Gleiches gilt auch für einen deutschen Arbeiter, der arbeitslos gemeldet ist, Arbeitslosenenunterstützung bezieht und trotzdem "schwarz" arbeitete. Beide müssen mit erheblichen Strafen rechnen.

"An diesem Beispiel wird wieder einmal deutlich, warum vermehrte Baustellenkontrollen notwendig sind", so Johannes Kolks, Fachbereisleier für Öffentliche Ordnung der Stadt Bocholt. "Nur so kann Schwarzarbeit weiter eingedämmt werden und das liegt im vitalen Interesse unseres Handwerks".