Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 02. Oktober 2001

Drei "Schwarzarbeiter" erwischt

Drei sogenannte "Schwarzarbeiter" wurden am vergangenen Wochenende auf Bocholter Baustellen auf frischer Tat erwischt. Ohne Entrichtung von Steuern und Sozialabgaben leisteten sie Arbeiten, die den Tatbestand der gesetzeswidrigen "Schwarzarbeit" begründen. Dies stellte das Arbeitsamt in Zusammenarbeit mit der Bocholter Ordnungsbehörde bei gemeinsam durchgeführten Kontrollen fest.

Mit Mauerarbeiten war eine Person beschäftigt, die auf diese Weise Schulden beim Gläubiger abtragen wollte. In einem zweiten Fall haben zwei Personen in einem Neubaugebiet "schwarz" Fugarbeiten durchgeführt. Beide Sachverhalte werden derzeit näher untersucht. Auftraggeber und Auftragnehmer müssen mit Bußgeldern rechnen.

Geprüft wurden weitere Baustellen, auf denen Häuslebauer Verwandte und Freunde zur Mithilfe eingesetzt hatten. Hinweisen möchten die Prüfbehörden auf die Einhaltung von Unfallschutzbestimmungen. Werden Verwandte bzw. Bekannte aus dem näheren Umfeld eingesetzt und erhält der Bauherr keine öffentliche Förderung, muss eine Meldung an die Bauberufsgenossenschaft erfolgen. Das ist laut Gesetz zwingend erforderlich.

Die Baustellenkontrollen, ausgelöst durch konkrete Verdachtsmomente und in enger Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft, werden in Bocholt seit einigen Monaten verstärkt durchgeführt. Bereits in einigen Fällen konnte auf diese Weise "Schwarzarbeit" erfolgreich aufgedeckt werden.