Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 11. Oktober 2001

Aufrüttelnde Geschichte über Drogen, Verantwortung und den Sinn des Lebens

Stadtbibliothek präsentiert mit "Die Einbahnstraße" und "Aviyas Sommer" Literaturverfilmungen für Jugendliche

Bocholt (pd).

Die Stadtbibliothek Bocholt präsentiert im Oktober zwei interessante Literaturverfilmungen für Jugendliche ab 12 Jahren. Zunächst wird am Mittwoch, 17. Oktober um 15 Uhr der Spielfilm "Die Einbahnstraße" nach dem gleichnamigen Jugendroman von Klaus Kordon vorgeführt. Der Film, dessen Hauptdarsteller Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 17 Jahren sind, zeigt die illusionslose und aufrüttelnde Geschichte über Drogenabhängigkeit, Verantwortung und den "Sinn des Lebens". Erzählt wird von den Freunden Andy, Herbert und Charly, deren bisher geordnetes Leben sich schlagartig ändert, als sich Andy in die neue Mitschülerin Inga verliebt. Zu spät merken die Freunde, dass Inga rauschgiftsüchtig ist. Andy versucht, seiner Freundin zu helfen, wird dabei aber selbst immer mehr in die Drogenszene hineingezogen ...

Am Freitag, 26. Oktober um 15 Uhr folgt dann der israelische Jugendfilm "Aviyas Sommer" nach dem Buch "Der Sommer von Aviha" von Gila Almagor. Der Film spielt im Jahr 1951, drei Jahre nach der Gründung des Staates Israel. Er beschreibt sensibel die schwierige, von einer schrecklichen Vergangenheit belastete Beziehung zwischen der 10-jährigen Aviya, die die meiste Zeit im Heim lebt, und ihrer psychisch kranken Mutter, die unter den schrecklichen Erinnerungen an den Holocaust und ihre Zeit im Konzentrationslager leidet. Eindrucksvoll wird dargestellt, wie Aviha und ihre Mutter einen Sommer lang versuchen, unter nicht gerade freundlichen Menschen - die Mutter gilt im Dorf als "die Verrückte" - miteinander zu leben.

Zu den beiden kostenfreien Vorführungen im Veranstaltungsraum des Medienzentrums auf der Hindenburgstraße 5 sind Jugendliche sowie interessierte Erwachsene herzlich eingeladen.