Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 14. November 2001

Erstmalig über 1 Milliarde DM im Bocholter Einzelhandel umgesetzt

GfK-Kennziffer erheblich gestiegen - Bocholt bleibt die Einkaufsstadt der gesamten Region

Bocholt (pd).

Erstmalig wurde im Bocholter Einzelhandel innerhalb eines Jahres (die Zahlen betreffen das Jahr 2000) über 1 Milliarde DM umgesetzt. Dies bestätigen jetzt die neuesten Zahlen der GfK Marktforschungsgesellschaft (GfK), die der Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung der Stadt Bocholt zusammengetragen hat. Basis für die Berechnungen bilden die Ergebnisse der amtlichen Statistik, insbesondere die Ergebnisse der Umsatzsteuerstatistik, die von der GfK bereinigt und aufbereitet werden. Ergänzend werden die Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (erfasst die Ausgaben für den privaten Verbrauch von über 60.000 bundesdeutschen Haushalten) für die Aufbereitung herangezogen.

Danach haben die Bocholter von ihrem Nettoeinkommen im vergangenen Jahr 746,6 Mio. DM im Einzelhandel ausgegeben, das entspricht bei 71.837 Einwohnern einem Betrag von 10.393 DM je Einwohner. Sie geben damit 2,2% weniger im Einzelhandel aus als der Durchschnitt der Bundesbürger.

Betrachtet man aber den Umsatz, den die Einzelhändler insgesamt in Bocholt erzielen, ist dies einmal mehr der Beleg für die Einkaufsstadt Bocholt. Insgesamt wurde von den Einzelhändlern in Bocholt ein Umsatz von 1,055 Mrd. DM erzielt. Zum Vergleich: Im Jahr 1999 wurde von den Bocholter Einzelhändlern ein Umsatz von 819,5 Mio. DM erzielt, so dass der Umsatz um über 200 Mio. DM gesteigert werden konnte.

Um die Bedeutung einer Stadt als Einkaufsstadt zu messen, wird eine sogenannte Zentralitätskennziffer errechnet. Die Zentralitätskennziffer für Bocholt ist von 121,9 (1.1.2000) auf 148,6 (1.1.2001) gestiegen. Eine Kennziffer von über 100 besagt, dass entsprechend mehr Umsatz im Einzelhandel getätigt wird, als die Bocholter selbst im Einzelhandel ausgeben.

"Für diese äußerst positive Entwicklung gibt es eine Reihe von Gründen," weiß Bürgermeister Klaus Ehling. "Sicherlich ist zunächst zu berücksichtigen, dass mit der Eröffnung der Arkaden und des Neutorplatzes zusätzliche Käufer nach Bocholt gelockt wurden. Darüber hinaus muss aber auch berücksichtigt werden, dass viele Maßnahmen zu einer Attraktivitätssteigerung beigetragen haben, die ebenfalls zusätzliche Kaufkraft nach Bocholt gezogen haben." Ehling betonte in erster Linie die vielfältigen Maßnahmen der Stadtmarketinggesellschaft Bocholt, wie z.B. Bonuscard, Weihnachtsbeleuchtung, das Gemeinschaftsprojekt "Ab in die Mitte" etc. Aber auch die Umgestaltung der Innenstadt und die begleitenden Aktionen der Werbegemeinschaft und der Straßengemeinschaften hätten nicht nur viele zu einem Stadtbummel bewegt, sondern auch zu dieser in der Höhe nicht unbedingt erwarteten Umsatzsteigerung beigetragen. "Denn dass die Situation im Einzelhandel insgesamt nicht rosig ist, ist allgemein bekannt."

Um die Ergebnisse zu vertiefen, soll im Dezember in der Innenstadt im Auftrag der Stadtmarketinggesellschaft Bocholt (Partner sind Einzelhandel, die Werbegemeinschaften, die Stadt Bocholt und das Bocholter-Borkener Volksblatt) eine weitere Pendlerstudie (telefonische Befragung in Bocholt und vielen Orten in der Region) durchgeführt werden. Eine erste Befragung fand im Dezember 1999, vor Eröffnung der Center, statt. Mit der neuen Befragung soll als Grundlage für weitere Marketingaktivitäten differenziert festgestellt werden, woher und aus welchen Beweggründen die Besucher bzw. Käufer heute – nach Fertigstellung der Center und der Neugestaltung der Innenstadt - nach Bocholt kommen.