Bocholt, 18. September 2002
Bundestagswahlvorbereitungen gehen in die heiße Phase
Frist beachten bei Briefwahl / Über 500 Wahlhelfer im Einsatz / "Urne kommt zum Wähler" in Altenheimen
Bocholt (pd).
TV-Duelle hin, Wahlkampf her - am kommenden Sonntag entscheiden Deutschlands Wählerinnen und Wähler, wer sie die nächsten Jahre regieren soll. Auch in Bocholt geht die Vorbereitung der Bundestagswahl in die heiße Phase. "Insgesamt sind, einschließlich der Hausmeister in den Schulen und der Wahlvorstände, über 500 Wahlhelfer und Wahlhelferinnen in den 45 Bocholter Wahllokalen und den fünf Briefwahlvorständen im Einsatz", so Bocholts Bürgermeister Klaus Ehling. Er wird am Wahlsonntag persönlich das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer verteilen.
Im Vergleich zum Jahr 1998 gibt es ein Wahllokal mehr, geändert hat sich für manche Wählerinnen und Wähler auch ihr Wahllokal. Die Bocholterinnen und Bocholter aus dem Bereich nördlich der Werther Straße (Gebiet Anholter Straße, Reeser Straße etc.), die bislang im Kindergarten St. Josef an der Lowicker Straße gewählt haben, wählen dieses Mal im Jugendtreff Pannemanneck. Die Bewohner des Stadtteils Feldmark wählen ebenfalls nicht mehr im Kindergarten St. Josef sondern in der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule.
Die ehemalige Langenbergschule ist ebenfalls kein Wahllokal mehr. Um den behinderten Personen den Zugang zu ihrem Wahllokal zu erleichtern, wird jetzt das Diepenbrockhaus (ehemaliges Diepenbrockheim) am Stenerner Weg genutzt.
"Die Urne kommt zum Wähler" heißt es bei den sechs beweglichen Wahlvorständen in den Altenheimen Jeanette Wolff-Zentrum, Käthe Kollwitz-Haus, Haus vom Guten Hirten, Seniorenzentrum Feldmark, Kardinal Diepenbrock-Stiftung Weberstraße und Domizil Diepenbrock Adenauerallee. Hier wird in Absprache mit der jeweiligen Heimleitung jeweils für ein bis zwei Stunden für die Bewohnerinnen und Bewohner ein "Wahllokal" eingerichtet.
Wer seine Wahlbenachrichtigungskarte nicht wiederfinden kann, hat auch die Möglichkeit unter Vorlage seines Personalausweises in seinem Wahllokal zu wählen.
Für wahlstatistische Auswertungen werden in den Wahllokalen
- Bischof-Ketteler-Schule, Horststraße 28 (Wahlbezirk 21),
- Euregio-Gymnasium, Unter den Eichen 4 (Wahlbezirk 41),
- Hotel "Am Erzengel", Münsterstraße 250 (Wahlbezirk 70),
- Kreuzschule Mussum (WR 2), Mussumer Esch 4 (Wahlbezirk 192),
- Martinschule Barlo, Barloer Ringstraße 19 (Wahlbezirk 240) und
- Liebfrauenschule Stenern (WR 2), In der Dille 13 (Wahlbezirk 252),
Bislang haben 6.800 Bocholterinnen und Bocholter per Briefwahl gewählt (Stand: 19. Sept.).
Das Wahlamt weist noch einmal ausdrücklich auf folgendes hin:
Die Frist zur Beantragung eines Wahlscheins mit Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl 2002 endet am Freitag, 20. September 2002, 18 Uhr. Wer am Wahltag sein Wahllokal nicht aufsuchen kann, muss sptätestens bis zu diesem Zeitpunkt die Unterlagen beantragt haben.
Am besten ist es, man besucht bis spätestens Freitag das Wahlamt im Rathaus, Raum Rossendale, lässt sich dort die Unterlagen aushändigen und wählt sofort. Dann ist hundertprozentig sichergestellt, dass die Unterlagen am Sonntag, 22. September 2002, wirklich vorliegen.
Wer seinen Wahlbrief auf den Postweg gibt, sollte ihn bis spätestens Freitag, 20. September 2002, abschicken. Wer diesen Termin nicht einhält, trägt das Risiko, dass der Brief das Wahlamt nicht mehr rechtzeitig erreicht und für die Stimmenauszählung nicht berücksichtigt werden kann.
Briefe, die erst nach der Postkasten-Leerung am Samstag eingeworfen werden, stellt die Deutsche Post am Wahlsonntag nicht mehr zu. Empfehlung des Wahlamtes: Die roten Wahlbriefe am Samstag und Sonntag nicht mehr zur Post bringen, sondern persönlich im Wahlamt abgeben oder in die beiden städtischen Briefkästen am Haupt- und Hintereingang des Rathauses, Berliner Platz 1, einwerfen. Beide werden am Wahltag letztmals um 18 Uhr gelehrt.
Es gibt natürlich auch Ausnahmefälle. Sollte ein Wähler am Wahltag plötzlich erkranken, kann er bis spätestens Sonntag, 15 Uhr, mit Attest und mit vorliegender schriftlicher Vollmacht durch eine bevollmächtigte Person die Briefwahlunterlagen erhalten, muss diese dann aber auch bis spätestens 18 Uhr entweder in die o.g. Rathausbriefkästen einwerfen oder im Wahlamt abgeben lassen.
Die roten Wahlbriefe dürfen am Wahlsonntag nicht in den Wahllokalen abgegeben werden.
Rückfragen beantwortet das städtische Wahlamt gerne unter den Nummern 0 28 71 / 95 33 24 oder 95 31 83 oder 95 32 06. Das Wahlamt steht übrigens auch am Samstag in der Zeit von 8 - 15.30 Uhr für Auskünfte zur Verfügung.
Wie Bocholt gewählt hat, erfahren sie nicht nur im Wahlstudio im Ratssaal des Rathauses, Berliner Platz 1, sondern auch im Internet unter www.bocholt.de. Erste Ergebnisse gibt es ca. gegen 18.30 Uhr, mit den letzten Auswertungen rechnet man erfahrungsgemäß ca. um 21 Uhr.