Bocholt, 28. Oktober 2002
Feuerwehr und THW im Großeinsatz
Tragischer Todesfall beim Orkan am Sonntag / 200 Einsätze
Bocholt (pd).
Ein tragischer Unfall ereignete sich am Sonntag während des Orkantiefs in Bocholt. Orkanböen wehten im Stadtteil Hemden einen Baum um, der auf das Auto einer fünfköpfigen niederländischen Familie fiel. Die Frau verstarb noch am Unfallort, ein Kind (6) wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Vater und zwei weitere Kinder (8 und 10 Jahre) konnten sich selbst aus dem Wrack befreien.
Zum Glück gab es an diesem Tag keine weiteren Personenschäden, wie Heinz Wenning, Leiter der Feuerwehr Bocholt, in einer ersten Bilanz am Montag vermeldete. Auf die Feuerwehr wartet nach dem Großeinsatz in den kommenden Tagen noch eine Menge Arbeit. "Wir haben rund 200 Einsätze gefahren. Die müssen jetzt erst einmal alle ausgewertet werden", sagte Wenning. Neben rund 70 Feuerwehrleuten waren am stürmischen Wochenende 30 Helfer des Technischen Hilfswerks und 10 Mitarbeiter des Grünflächenamtes im Einsatz. Ein speziell gebildeter Einsatzstab koordinierte die Arbeit der zwölf Einsatztrupps.
Nach Wennings Angaben erreichten die Böen in der Spitze rund 140 Kilometer in der Stunde. Neben Bäumen und Ästen sind auch zahlreiche Schilder und Laternen sowie Dächer durch den Orkan beschädigt worden.
Im Freigehege des Bocholter Stadtwaldes sind im übrigen keine Tiere durch einen beschädigten Zaun ausgebüxt, wie Reinhold Wilke vom Fachbereich Stadtgrün am Montag mitteilte.