Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 07. März 2003

50 Jahre Hochschultage in Bocholt

Jubiläums- und Auftaktveranstaltung mit Wissenschaftsministerin

Bocholt (pd).

Am Donnerstag, 13. März, 18.00 Uhr, Historisches Rathaus Bocholt, Markt 1, lädt die Veranstaltergemeinschaft der Bocholter Hochschultage zu der Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Hochschultage" in Bocholt ein. Die Veranstaltergemeinschaft der Hochschultage bilden die Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Fachhochschule Gelsenkirchen, die Stadt Bocholt und die Stadtsparkasse Bocholt.

Von Beginn an, also seit 1953, sind neben der Stadt Bocholt die Volkshochschule und die Universität Münster dabei. Seit 1982 ist die Stadtsparkasse Bocholt und von 1994 an auch die Fachhochschule Gelsenkirchen, die in Bocholt eine Dependance unterhält, verlässliche Partner der Bocholter HochschuItage. Diese hießen in den ersten Jahren "Universitätswochen", dann "Universitätstage" bis sie 1994 in "Hochschultage" unbenannt wurden.

Im Mittelpunkt des Jubiläumsabends steht ein Vortrag der nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft zum Thema "Wissenschaftspolitik als Herausforderung der Zukunft". Vor dem Hintergrund stark sich verändernder Rahmenbedingungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zeichnen sich Notwendigkeiten deutlich ab, die Hochschulpolitik nachhaltig neu zu gestalten. Die Ministerin wird im Rahmen ihres Referates hierauf eingehen und neue Perspektiven der Wissenschaftspolitik vorstellen. Darüber hinaus werden an dem Abend aus Sicht der beteiligten Hochschulen, also der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Fachhochschule Gelsenkirchen die Rektoren Grußworte sprechen. Musikalisch umrahmt die Veranstaltung die bekannte Blechbläsergruppe der Westfälischen Wilhelms-Universität "Galaxy Brass" mit Beiträgen von der Re-naissance bis hin zu den Beatles.

Der internationale bekannte Professor Dr. Franz J. Mönks referiert dann am Montag, 17. März, 19.30 Uhr im Historischen Rathaus Bocholt, Markt 1, zum Thema "Jugend und Zukunft – Oder: Hochbegabung als gesellschaftliche Herausforderung". Der Referent ist Lehrstuhlinhaber für "Psychologie und Pädagogik des hochbegabten Kindes" an der Universität Nijmegen und darüber hinaus Leiter des Zentrums für Begabungsforschung und Präsident der europäischen Vereinigung für das hochbegabte Kind. In zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen hat er sich mit dem Themenbereich auseinandergesetzt. Er gilt als einer der namhaftesten Vertreter in dem Bereich der Begabungsforschung überhaupt.

Mit drei Referenten gehen am Donnerstag, 20. März, 19.30 Uhr, Rathaus Bocholt, Berliner Platz 1, die Bocholter Hochschultage 2003 weiter. Das Gesamtthema der Bocholter Hochschultage "Jugend heute – Hoffnungsträger für die Zukunft" nehmen die Bocholter Professorin Prof. Dr. Katrin Hansen und die Gelsenkirchener Hochschullehrerin Prof. Dr. Christine Volkmann gemeinsam mit dem Rektor der Fachhochschule Gelsenkirchen, Prof. Dr. Peter Schulte, unter dem Thema "Visionen und Herausforderungen für Bildung angesichts heutiger gesellschaftlicher Veränderungen und wirtschaftlicher Entwicklungen" auf. Die drei Hochschullehrer wollen einerseits die besonderen Probleme und Veränderungen der Rahmenbedingungen von Bildung verdeutlichen und andererseits Visionen für eine zukunftsgerechte, offene und flexible Bildungsarbeit herausarbeiten.

In der vierten Veranstaltung im Rahmen der Bocholter Hochschultage referiert am Dienstag, 25. März, 19.30 Uhr, Rathaus Bocholt, Berliner Platz 1, der Münsteraner Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Roland Reichenbach über das Generationenverhältnis. Das Thema des Vortrages lautet "Jugend und Zukunft: Pädagogik der Adoleszenz? Oder: Die "offene Zukunft" und die Diffusion des Generationenverhältnisses. Welche Auswirkungen haben Veränderungen von Lebensgewohnheiten auf die Beziehung der Generationen zueinander?" Diese und weitere Fragen zum Generationenverhältnis bilden den Kern des Vortrages.

Den Abschlussvortrag im Rahmen der Bocholter Hochschultage 2003 hält Prof. Dr. Klaus Völker, Münster, zum Thema "Prävention im Jugendalter – Muss das jetzt schon sein?" Der Sportmediziner wird in dem Vortrag auf die Fragen bezüglich der Notwendigkeit und der besonderen Ansätze von gesundheitlicher Prävention im Jugendalter eingehen. Ziele, Möglichkeiten aber auch Grenzen der Gesundheitsvorsorge werden von ihm dargestellt werden. Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 27. März, 19.30 Uhr, Rathaus Bocholt, Berliner Platz 1. Alle Vortragenden berücksichtigen, dass sie für Fachleute und Laien referieren und stellen sich anschließend Rückfragen und dem Gespräch.