Bocholt, 26. September 2003
Westring: Tunnelbau kann beginnen
Bocholt (pd).
Die Bauarbeiten für den Bocholter Westringtunnel können beginnen. Juristisch steht dem nichts mehr im Wege.
Die Beschwerde gegen die zweite Vergabe, die ein nicht berücksichtigtes Unternehmen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt hatte, nachdem es zuvor vor der Vergabekammer Münster gescheitert war, wurde nun zurückgezogen. Im Klartext: Der Instanzenzug hat mit der Rücknahme der Beschwerde ein Ende gefunden, die Bagger der Duisburger Firma Züblin, die den Auftrag für das 12,1 Mio. Euro Projekt erhielt, können anrücken. Bürgermeister Klaus Ehling hofft nun auf einen schnellen Baubeginn. In sechs bis acht Wochen könnte die Baustelle eingerichtet sein. Die reine Bauzeit ist auf rund zwei Jahre terminiert. Der Westringtunnel ist Teil des geplanten äußeren Ringsystems, das die Bocholter City entlasten und für einen besseren Verkehrsfluss sorgen soll. Nachdem die erste Vergabe des Millionenprojekts vor der Vergabekammer Münster im Jahr 2002 gescheitert war - das geplante Bauwerk erfüllte die statischen Voraussetzungen nicht - , wurde im März 2003 der Auftrag für den Bau des Westringtunnels in einem zweiten Anlauf an die Duisburger Firma Züblin vergeben. Wieder legten zwei Firmen Einspruch vor der Vergabekammer Münster ein, die aber wies die Beschwerden zurück. Ein Unternehmen zog daraufhin weiter vor das OLG Düsseldorf. Das Unternehmen war der Meinung, die Stadt habe sein Angebot falsch bewertet, weil es das angebotene Spundwandverfahren nicht berücksichtigt hätte. Gerade dieses Spundwandverfahren aber hatte die Stadt Bocholt in ihren Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich ausgeschlossen.