Bocholt, 09. Dezember 2003
Steigende Verkehrsbelastung prognostiziert
Zwischenbericht im Ausschuss für Planung und Bau vorgestellt
Bocholt (pd).
Immer mehr Autos auf Bocholts Straßen: Rund 71.000 PKW´s brausen täglich über den Ring. Zum Vergleich: Im Jahre 1997 waren es noch rund 65.000 PKW. Das entspricht einer Steigerung von rund 9 Prozent.
Diese Zahlen wurden in einem vorläufigen Zwischenbericht über die Verkehrsentwicklung von Dipl-Ing. Angenendt dem Ausschuss für Planung und Bau am 9. Dezember vorgestellt. Angenendt nannte einzelne Schwerpunktbereiche: Der Industriepark Bocholt zählt rund 15.000 PKW´s pro Tag und 4.500 LKW-Fahrten. Eine "bombastische Zahl", so Angenendt, der darauf hinwies, dass gerade bei den LKW-Fahrten in den kommenden Jahren noch Steigerungen zu erwarten seien. Was tun? Positiv wertete Angenendt die Umstellung der Ampelanlagen, die im Vergleich zu früher verkehrsabhängig geschaltet sind. Das erhöhe die Flexibilität, allerdings nicht unendlich: "Das Potenzial ist erschöpft. Jede Zunahme des Verkehrs führt zu Problemen." Der Westring – der erste Spatenstich erfolgt übrigens am kommenden Donnerstag – werde zur Entlastung beitragen, dennoch dürfe man nicht glauben, alles über den Autobahnzubringer B 473 abwickeln zu können. Auch andere Zufahrtsstraßen wie die Dingdener Straße oder die Kaiser-Wilhelm-Straße seien weiterhin von Bedeutung. Ebenso müsse Bocholt sein Leitprinzip als "Fahrradstadt der kurzen Wege" beibehalten, um PKW-Verkehrsaufkommen zu mindern. "In diesem Punkt ist Bocholt im Vergleich zu anderen Städten richtungsweisend." Im Mai 2004 soll die abgeschlossene Untersuchung im Detail präsentiert werden.