Bocholt, 16. März 2004
In ruhigen Zonen wird gerast
Bericht der Verkehrsüberwachung liegt vor
Bocholt (pd).
Raserei in ruhigen Zonen: Bocholts Autofahrer fahren in verkehrsberuhigten Bereichen häufig viel zu schnell. Von „unbelehrbaren Rasern“ spricht der Bericht der Verkehrsüberwachung für das Jahr 2003, der dem Ausschuss für Planung und Bau in der Sitzung am 16. März vorgelegt wurde.
Danach drücken die Kraftfahrer ausgerechnet in jenen Zonen, in denen Schrittempo (7 km/h) vorgeschrieben ist, aufs Gas. Das Überwachungsergebnis, so der Bericht, sei beängstigend: 62 % der hier erfassten Fahrzeuge wurden vom Radar geblitzt. Und: Erfasst wurden nur jene Fahrzeuge ab 20 km/h. Die Verwaltung sieht hier ein erhebliches Gefahrenpotenzial für Fußgänger und spielende Kinder.
Insgesamt sind im Jahr 2003 rund 123.000 Autos überwacht worden, von denen 9.400 geblitzt wurden. Das entspricht bei einer Quote von rund 7,6 % einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Jahr 2002 (6 %).
Der Bericht enthält daneben auch positive Tendenzen: So ist die Zahl der Fahrverbote wegen gravierender Raserei von 33 (2002) auf 10 Fälle gesunken. Die Zahl der Verkehrsunfälle wegen zu schnellen Fahrens sank von 139 auf 87.
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Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Johannes Kolks, Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung, Tel. 02871/953-352