Bocholt, 29. März 2004
Küchenhilfe bei "Schwarzarbeit" erwischt
Kontrollen von Stadt Bocholt und Zoll
Bocholt (pd).
Bei Gaststättenkontrollen in Bocholt wurde am vergangenen Freitag, 26. März, eine Küchenhilfe bei der „Schwarzarbeit“ erwischt. Fünf weitere Gaststätten gaben es keinen Anlass für Beanstandungen.
Bei der illegalen Küchenhilfe handelt es sich um einen serbisch-montenegrinischen Staatsangehörigen, der unerlaubt mit einer abgelaufenen italienischen Aufenthaltserlaubnis eingereist war und hierüber hinaus ohne eine zwingend erforderliche Arbeitserlaubnis beschäftigt wurde. Sein Pass wurde sofort eingezogen und er selbst inzwischen unter Abschiebeandrohung aus dem Bundesgebiet ausgewiesen.
Seine Arbeitgeberin, die in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefallen war, muss neben einem Strafverfahren wegen des Verdachts auf Verkürzung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen auch mit dem Widerruf ihrer Betriebserlaubnis rechnen.
Erstmals nach der Umstrukturierung des Zolls fanden gemeinsame Gaststättenüberprüfungen des städtischen Fachbereichs Öffentliche Ordnung mit der neuen Prüfgruppe des Hauptzollamtes Gronau statt. Hintergrund: Zum 1. Januar wurden bundesweit die bisherigen Arbeitsmarktinspektionen der damaligen Bundesanstalt für Arbeit mit den Prüfgruppen zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung der Hauptzollämter zusammengelegt. Hierdurch entstanden die "Finanzkontrollen Schwarzarbeit".