Bocholt, 19. Januar 2005
„Hartz IV“: Umstellung von Sozialhilfe auf „Alg II“ reibungslos
Neun Personen in den ersten acht Tagen durch neuen "Service-Punkt Arbeit" vermittelt
Bocholt (pd).
Die Umstellung von ehemaliger Sozialhilfe auf die neue Leistung „Arbeitslosengeld II“ (Alg II) ist in Bocholt zum Jahreswechsel reibungslos verlaufen. Das berichtet Franz-Josef Tacke, Leiter des Fachbereichs Soziales, in einer ersten Bilanz.
Hintergrund: Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe (ehemals vom Arbeitsamt ausgezahlt) sind gemäß der Arbeitsmarktreform "Hartz IV" seit dem 1. Januar 2005 zum Arbeitslosengeld II zusammengefasst worden. In Bocholt ist nun der neu eingerichtete "Service-Punkt Arbeit" des Fachbereichs Soziales Anlaufstelle.
Die Zahlungen des "Alg II" an ehemalige Soziahilfe-Empfänger sind laut Tacke pünktlich geflossen. Widersprüche gegen Bescheide des "Service-Punkt Arbeit" lägen bislang nicht vor.
Auch die Eingliederungsmaßnahmen sind angelaufen. Hier arbeitet die Stadt eng mit der Entwicklungs-und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt (EWIBO) zusammen.
Über den "Service-Punkt Arbeit" sind in den ersten Tagen des Jahres 115 Personen in Maßnahmen der EWIBO aufgenommen worden. Weitere befinden sich laut Tacke in Trainingsmaßnahmen sowie in Qualifizierungsprojekten anderer Träger. Durch den "Service-Punkt Arbeit" seien binnen acht Tagen neun Personen in feste Arbeit vermittelt worden.
Bis Ende März soll laut Tacke die Datenerfassung der ehemaligen Arbeitslosenhilfe-Empfänger abgeschlossen sein. Dann werden rund 1.700 Bedarfsgemeinschaften betreut.
"Alle Unternehmen der Region sind aufgerufen, offene Stellen zu melden, um "Hartz IV" zum Bocholter Erfolgsmodell werden zu lassen", appelliert Tacke an die Wirtschaft.
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