Bocholt, 16. März 2005
Heizen mit Holzstäbchen
Pellets als Alternative zur Strom- und Ölheizung / Infoabend und Exkursion
Bocholt (pd).
Die Energiepreise klettern in die Höhe. Da kann das Heizen mit Holz eine umweltschonende Alternative zu Strom und Öl sein. Das Umweltreferat der Stadt Bocholt veranstaltet dazu am Donnerstag, 7. April, einen Informationsabend „Heizen mit Holzpellets“. Start ist 19.30 Uhr im Ratssaal Berliner Platz.
Es referiert Beate Schmidt von der Landesinitiative Zukunftsenergie NRW.
Wie eine Holzpelletsanlage funktioniert, wird am Samstag, 9. April, am Beispiel einer privaten Holzpelletsanlage in Holtwick gezeigt. Beide Veranstaltungen sind kostenlos. Anmeldungen für die Exkursion sind bis zum 31. März unter 02871/953 137 oder per E-Mail atheuric@mail.bocholt.de möglich.
"Was in Österreich längst gang und gäbe ist, drängt bei uns erst in letzter Zeit verstärkt auf den Markt. Holzpelletheizungen, besonders für Bereiche ohne Gasanschluss, können eine echte Alternative zu Ölöfen und Nachtstromheizungen darstellen", sagt Umweltreferentin Angela Theurich.
Holzpellets sind kleine zylindrische Stäbchen aus Sägemehl, die unter hohem Druck und ohne Zusatz von Bindemitteln gepresst werden und daher einen besonders niedrigen Wassergehalt und eine hohe Energiedichte aufweisen. Pellets werden per Tankwagen angeliefert und in den Lagerraum eingeblasen. Von dort gelangen sie über eine Förderschnecke automatisch in den Brenner.
"Radiatoren, Fußboden- oder Lüftungsheizungen können alle mit Holz betrieben werden", so Theurich. Außer der Möglichkeit, Pelletheizungen als Zentralheizung zu nutzen, können Pelletheizkessel auch als attraktive Einzelöfen z.B. im Wohnbereich eingesetzt werden. Die sichtbare Flamme bietet zusätzlichen Wohnkomfort und Gemütlichkeit. Als natürlicher und nachwachsender Rohstoff ist Holz CO2-neutral und von der Ökosteuer befreit. In einem Einfamilienhaus kann beispielsweise durch das Umstellen von Heizöl- auf eine Pelletheizung der CO2-Ausstoß um rund 5 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Darüber hinaus gilt ein Mehrwertsteuersatz von nur 7 Prozent und es gibt finanzielle Unterstützung durch Fördertöpfe von Bund und Land NRW. Für Pelletheizkessel belaufen sich diese auf insgesamt 3.200 Euro pro Anlage.
Beim Informationsabend berichtet Beate Schmidt von der Landesinitiative "Zukunftsenergien NRW" über Vorteile und Technik von Pelletheizungen sowie Fördermöglichkeiten. Eine Besichtigung der in Bocholt befindlichen privaten Anlage ist dann am Samstag, 9. April 2005 im Rahmen einer rund einstündigen Exkursion möglich. Der Bus startet pünktlich um 10 Uhr vor dem Bocholter Rathaus, Berliner Platz 1. Von dort geht es nach Holtwick. Fragen werden sowohl durch die Eigentümer als auch durch den installierenden Fachbetrieb beantwortet.
Vorab- Informationen im Internet unter www.aktion-holzpellets.de und www.holzpellets-online.de.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Angela Theurich, Umweltreferat, 02871/953-137