Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 15. Dezember 2005

Bürgermeister Peter Nebelo schreibt ehemaligen jüdischen Mitbürgern

Grüße zum Jahreswechsel in alle Welt

Bocholt (pd).

Zum kommenden Jahreswechsel hat Bürgermeister Peter Nebelo wieder 26 ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Grüße aus der alten Heimatstadt Bocholt gesandt. 20 Briefe gingen in die USA, vier nach Argentinien, ein Brief wurde nach Israel und ein Schreiben nach Paraguay gesandt.

Der am 10. Oktober 2005 im hohen Alter von 87 Jahren verstorbene Ehrenoberbürgermeister und Ehrenbürger Günther Hochgartz hat vor vielen Jahren die Tradition ins Leben gerufen, die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern über Aktuelles, Informatives und Besonderes aus Bocholt zu unterrichten und gleichzeitig dazu eingeladen, die alte Heimat einmal wieder zu besuchen. Im fast abgelaufenen Jahr hat leider kein Besuch stattgefunden, da viele der Angeschriebenen die weite Reise aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr antreten möchten.

In dem jetzigem Brief berichtet Bürgermeister Peter Nebelo z.B. über die erneute Auszeichnung des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), die Bocholt als fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands bei den Städten bis 100.000 Einwohner im September diesen Jahres erhalten hat. "Ich freue mich sehr, dass der Club auch in 2005 den ersten Preis in dieser Kategorie wieder Bocholt verliehen hat.", so Nebelo in seinem Schreiben. Auch den ersten Preis des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, das die Stadt Bocholt als bestes "Virtuelles Rathaus Münsterland 2005" ausgezeichnet hat, erwähnte der Bürgermeister in seinem Jahresbrief. "Sofern Sie Gelegenheit dazu haben, schauen Sie doch einfach auf die www.bocholt.de, die Sie mit aktuellen Informationen aus Ihrer Heimat versorgt.", forderte er die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie ihre Angehörigen auf.

Bürgermeister Peter Nebelo ging auch auf die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Josef Niebur zu Beginn des Jahres 2005 ein. Aus den Händen von Landrat Gerd Wiesmann erhielt Niebur diese hohe Ehrung wegen seiner besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl. Er hat sich seit Jahrzehnten mit einem außergewöhnlichen Engagement als ehrenamtlicher Historiker und Verfasser sowohl des für die lokale Geschichtsschreibung wichtigen und über die Region hinaus bekannten Buches "Juden in Bocholt" als auch zahlreicher historisch-wissenschaftlicher, darstellender, erinnernder und mahnender Beiträge in lokalen Zeitungen und Zeitschriften, wie z. B. zuletzt noch in "Unser Bocholt", eingesetzt. Im Rahmen von Gedenk- und Vortragsveranstaltungen und bei der Initiierung und Umsetzung von Ausstellungen ist er eine der zentralen und gestaltenden Persönlichkeiten in unserer Stadt. Heute arbeitet er nicht nur in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft mit, sondern ist auch im Arbeitskreis "Synagogenlandschaft" sowie im Bereich der katholischen Kirche tätig.

Abschließend wünschte Bürgermeister Peter Nebelo allen ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie deren Angehörige für das Jahr 2006 alles Gute, Gesundheit, viel Glück und vor allen Dingen Frieden sowie Schutz vor Terror und Naturkatastrophen.

Diese und weitere Informationen finden Sie auch im Internet auf der Seite www.bocholt.de.

 

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Fachbereich Zentrale Verwaltung, Petra Taubach, Tel. 0 28 71 / 95 33 28, e-mail: ptaubach@mail.bocholt.de