Bocholt, 17. August 2006
„Gewalt in der Familie“
Polnische Gäste informieren sich über europäische Sozialpolitik
Bocholt (pd).
Rund 40 polnische Gäste aus den Bereichen Kommunalpolitik, Verwaltung und Sozialarbeit informieren sich in der Zeit vom 20. bis 26. August 2006 im Bocholter Europa-Institut über die Sozialpolitik in der Europäischen Union.
Das einwöchige Seminar behandelt dieses Thema unter Berücksichtigung der Problematik der Gewalt in der Familie als gesellschaftliche und politische Verantwortung. Gleichzeitig soll es Lösungen staatlicher, privater und kommunaler Einrichtungen am Beispiel der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland aufzeigen.
Das Seminar, das in Kooperation mit der Gesellschaft „POWROT z U“ und „NORDISK“ und mit finanzieller Unterstützung der Stiftung für Deutsch-Polinische Zusammenarbeit sowie der Bundesrepublik Deutschland im hiesigen Europa-Institut durchgeführt wird, ist perfekt auf die Wünsche der polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt: Nach einem offiziellen Empfang durch die erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bocholt, Christel Feldhaar, am Montag, 21. August 2006, wird die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bocholt, Annette Hünting, ihre Arbeit vorstellen und in das Thema „Formen von Gewalt in der Familie: Aspekte, Zuständigkeiten, Regelungen“ einführen.
Die Arbeit der hiesigen ärztlichen und psychosozialen Beratungsstelle bei Missbrauch, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch von Kindern steht für den gleichen Nachmittag auf dem Programm. Hier stellt Maria Arlinghaus, Leiterin des Frauenhauses Bocholt, ihre Erfahrungen im Frauenhaus der Caritas vor. Ein Besuch in Utrecht (Niederlande) bei der Organisation „TransAct“ soll den polnischen Gästen die Aspekte, Zuständigkeiten und Herangehensweisen zum Thema „häusliche Gewalt“ in den Niederlanden vermitteln. Die Seminarwoche wird mit einem Besuch in der Kreisverwaltung Borken abgeschlossen. Dort stellt u.a. Michael Schneider, Opferschutzbeauftragter der Polizei Borken die Rolle der Polizei bei „Gewalt in der Familie“ vor.
Nach einer gemeinsamen Abschlussbesprechung werden die polnischen Gäste am Samstag morgen wieder in ihre Heimat zurückfahren.
Zum städt. Empfang am Montag, 21. August 2006, 10 Uhr, im Rathaus, Ratssaal, Berliner Platz 1, Bocholt, darf ich Sie als Pressevertreter/in sehr herzlich einladen.
Mit freundlichen Grüßen Petra Taubach
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Fachbereich Zentrale Verwaltung, Petra Taubach, Tel.-Nr. 0 28 71 / 95 33 28, e-mail: ptaubach@mail.bocholt.de