Bocholt, 20. Dezember 2006
Grüße zum Jahreswechsel in die ganze Welt
Bürgermeister Peter Nebelo schreibt ehemaligen jüdischen Mitbürgern
Bocholt (pd).
Grüße zum Jahreswechsel sandte in diesen Tagen Bürgermeister Peter Nebelo an die ehemaligen Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens der Stadt Bocholt in die ganze Welt. 17 Briefe gingen in die USA, drei wurden nach Argentinien gesandt, einer erreichte Israel und einer wurde nach Paraguay gesandt. Auch ein Nachfahre ehemaliger jüdischer Mitbürger in Bocholt erhielt Post vom Bürgermeister.
Seit der im Jahr 2005 verstorbene Ehrenoberbürgermeister und Ehrenbürger Günther Hochgartz im Jahr 1979 die Initiative zu einer Kontaktaufnahme mit ehemals jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Stadt Bocholt ins Leben rief, erhielten fast fünfzig Familien zum Jahreswechsel Post aus ihrer alten Heimat. Nach und nach kam immer mehr Post als unzustellbar zur Stadt Bocholt zurück. Bürgermeister Nebelo appellierte deshalb in seinem jetzigen Brief an die Adressaten, ihm vom Verbleib der ehemaligen jüdischen Mitbürger bzw. ihrer Angehörigen zu berichten, damit der Kontakt nicht verloren geht.
Gleichzeitig bedankte er sich bei den ehemaligen Bocholterinnen und Bocholtern, die ihm in den vergangenen zwölf Monaten geschrieben hatten. „Ich habe mich sehr über diese Post gefreut“, so Nebelo, „da sie die Verbindung zwischen der Stadt Bocholt und den ehemaligen Bürgerinnen und Bürgern jüdischen Glaubens darstellt.“
Selbstverständlich berichtete der Bürgermeister auch über Neuigkeiten aus Bocholt. Die Eröffnung der Bundesstraße 67n und des Ostrings am 17. Dezember 2006 war dabei genauso Thema wie der in Bocholter Innenstadt seit vielen Jahren wieder stattfindende Weihnachtsmarkt. Auch der Besuch des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, anlässlich der Landesfeier zum Volkstrauertag am 18. November 2006 in Bocholt, war Thema in diesem Schreiben.
Natürlich durfte auch ein Bericht von der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland in der Zeit vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 nicht fehlen: In vielen deutschen Städten wurden Fanmeilen eingerichtet, in denen die Fußballspiele übertragen wurden und Hunderttausende heimische und aus aller Welt angereiste Fußballfans gemeinsam und friedlich ausgiebig feiern konnten. „Ich hoffe und wünsche mir,“ schrieb der Bürgermeister, „dass wir für lange Zeit dieses Gefühl des friedlichen Beisammenseins mit Menschen aus aller Welt in Deutschland, aber auch hier in unserer Stadt Bocholt, bewahren können.“
Neben dem Schreiben erhielten die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern auch den Jahreskalender für 2007 „Bocholt blüht auf“. Abschließend wünschte Nebelo im Namen aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bocholt einen friedlichen Jahreswechsel und alles Gute für das kommende Jahr.
Diese und weitere Informationen finden Sie auch auf der Internet-Seite www.bocholt.de.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Fachbereich Zentrale Verwaltung, Petra Taubach, Tel.-Nr. 0 28 71 / 95 33 28, e-mail: ptaubach@mail.bocholt.de