Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 11. Januar 2007

Bocholt: 1.004 Alg 2-Beziehern neue Jobs vermittelt

Bocholt (pd).

Im Jahr 2006 konnte der städtische Service-Punkt-Arbeit in Kooperation mit der städtischen Tochtergesellschaft EWIBO (Entwicklung- und Betriebsgesellschaft Bocholt) insgesamt 1.004 Empfänger von Arbeitslosengeld 2 (Alg 2) erfolgreich in Arbeit vermitteln.

Im Vergleich zum Jahr 2005 (308) sei das eine "erhebliche Steigerung", berichtete Fachbereichsleiter Jürgen Beese im jüngsten Sozialausschuss. Die Integrationsquote (erfolgreiche Vermittlungen im Verhältnis zur Anzahl der Hilfebedürftigen) lag in Bocholt im Jahr 2006 damit bei durchschnittlich 2,69. Zum Vergleich: Im Kreis Borken liege der Durchschnitt bei rund 2,2, so Beese. Im Gegensatz zu den meisten anderen Städten in Deutschland vermittelt Bocholt wie auch die anderen Kommunen im Kreis Borken als sog. Options-Kommune in eigener Regie.

Im Dezember 2006 bezogen insgesamt 3.147 erwerbsfähige Personen Alg 2-Leistungen. Seit Mai 2006 ist laut Verwaltung ein leichter Rückgang um rund 100 Personen festzustellen.

Deutlicher ist der Rückgang bei den sog. Bedarfsgemeinschaften. Diese Anzahl ist in Bocholt von Mai bis November 2006 um 200 auf 2.222 gesunken. Hier zeige eine Gesetzesänderung Wirkung, wonach junge Erwachsene unter 25 Jahren im Regelfall zur Bedarfsgemeinschaft ihrer Eltern zählen. 

In 2007 soll das Personal im Service-Punkt Arbeit Bocholt um zwei Stellen aufgestockt werden, da die Personalausstattung sich gegenüber den Ausgangsplanungen als unzureichend erwiesen hat. Das zusätzliche Personal wird durch erhöhte Erstattungsleistungen des Bundes finanziert.