
Der Landrat lobte die seit der ersten Integrationskonferenz vor einem Jahr geleistete Arbeit in den Projektgruppen „Sprachförderung und Bildung“, „Arbeit und Beschäftigung“ sowie „Sport, Freizeit und Kultur“. Einige Pilotprojekte wurden in der Veranstaltung vorgestellt: Beispielsweise startet am 28. Januar an der Franz-Stahlmecke Hauptschule in Meschede das „Schultandem“ – hier informieren ein Sozialarbeiter des „Internationalen Bundes“ sowie zwei Migrantenvertreter Schülerinnen und Schülern über Beraufausbildung und Perspektiven nach der Schule. Der Kreissportbund (KSB) und der Fußballkreis Meschede werden mit speziellen Sportangeboten wie Übungsleiterlehrgängen für Jugendliche, einer Basketballnacht und einem „Street-Soccer-Turnier“ die Integration stärken.
„Nutzen Sie die ersten Erfolge als Chance und Motivation, mit weiteren Projekten die Integration im Hochsauerlandkreis mit Leben zu erfüllen“, sagte Bülent Arslan, Mitglied des Integrationsbeirates Nordrhein Westfalen und Direktor des imap-Instituts, das den Integrationsprozess im Hochsauerlandkreis begleitet.
Zusammengehörigkeit und Zugehörigkeit sind wichtige Ziele von Integration. „Die Menschen, die hier leben, sollen sich in unserem Kreis heimisch fühlen“, sagte Landrat Dr. Karl Schneider. Deshalb seien tragfähige und nachhaltige Strukturen gefragt, um das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Herkunft im Hochsauerlandkreis mit zu gestalten.
Landrat Dr. Schneider hob die große Bedeutung des Integrationskonzepts hervor: Der Kreistag des Hochsauerlandkreises wird sich in Kürze intensiv mit dem Konzept auseinandersetzen und es verabschieden. „Damit gewinnt das Integrationskonzept politische Verbindlichkeit. Darüber hinaus ist das Thema Integration ein wichtiger Bestandteil der strategischen Zielsetzung des Kreises und des Wirtschaftspolitischen Programms, das die Lebensbedingungen für alle Menschen im Hochsauerlandkreis verbessern soll“, so der Landrat.
Der Informations- und Wissensaustausch aller am Integrationsprozess Beteiligten muss weitergehen. „Ich wünsche mir sehr, dass die ersten, beachtlichen Erfolge unserer Integrationsarbeit möglichst viele weitere Akteure motivieren, sich aktiv am Integrationsprozess zu beteiligen. Neue Teilnehmer, vor allem auch Migranten, sind in den Arbeitsgruppen herzlich willkommen,“ sagte Dr. Karl Schneider.
Pressekontakt: Hochsauerlandkreis, j.uhl