Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 26. Februar 2008

Die Juden im Fürstentum Salm 1802-1810

Vortrag von Prof. Dr. Aschoff am 6. März um 19.30 Uhr im Rathaus

Bocholt (pd).

Der „Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte“ lädt am Donnerstag, 6. März, ins Rathaus am Berliner Platz 1 ein. Dann wird Prof. Dr. Diethard Aschoff aus Münster zum Thema „Die Juden im Fürstentum Salm 1802-1810“ vortragen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Raum „Rossendale“. Der Eintritt ist frei.

Dass Bocholt 1803-1810 Regierungssitz, praktisch Hauptstadt eines eigenständi­gen Fürstentums war, ist sicher vielen unvertraut. Noch unbekannter dürfte sein, dass der ganz von Frankreich, erst der französischen Republik, später von Kaiser Napoleon abhängige Kleinstaat eine eigenständige Judenpolitik verfolgte, einer­seits in Fortsetzung der fürstbischöflich-münsterischen Politik, andererseits mit neuen Akzenten.

 

Der Vortrag geht auf die Schichtung der jüdischen Gesellschaft ein, ihr religiöses und gemeindliches Leben, ihre Familienstruktur und ihre Selbstbehauptung gegenüber fürstsalmischen Vorstellungen und Forderungen, nicht zuletzt auf ihre Streitigkeiten mehr untereinander als mit der christlichen Umwelt.

Prof. Dr. Diethard Aschoff vom Institutum Judaicum der Universität Münster hat für den Vortrag reichhaltiges, bislang unbekanntes Archivmaterial erschlossen.

 

Die Moderation des Abends übernimmt Stadtarchivar Dr. Hans Oppel. Der „Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte“ wird vom Stadtarchiv und der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg getragen.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Dr. Oppel, 02871/953347