Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 26. Juni 2008

Gefährlicher Metallklau

ESB bittet Bürger um Mithilfe, Umweltsünder zu stellen

Bocholt (pd).

Der Entsorgungs- und Servicebetrieb Bocholt (ESB) macht auf ein neues Phänomen aufmerksam, das seit neustem in Bocholt zu beobachten ist: „Professionelle“ Schrottsammler sind unterwegs, die systematisch Sperrmüllhaufen durchsuchen. Aber nicht auf Sperrmüll haben sie es abgesehen, sondern auf darin befindliche Metalle.

Wegen der unsachgemäßen Entsorgung werden allerdings womöglich Gifte freigesetzt, die Umwelt und Menschen schädigen können. Nur Fachleute dürfen Sperrmüll mit Metall-Anteil entsorgen. Die Metallsuche ist daher kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat.

 

Bei Kühlschränken und Bildschirmgeräten werden nur die metallhaltigen Bauteile ausgebaut. Dabei werden immer umweltschädliche Stoffe, wie z. B. klimaschädigende Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) oder Schwermetalle, freigesetzt. „Die Schrottsammler gehen dabei nicht gerade zimperlich vor“, weiß ESB-Mitarbeiter Albert Feld. Bei Kühlgeräten würden die Kühlschlangen durchtrennt und die Kompressoren ausgebaut. Feld: „Die FCKW werden bei solch unsachgemäßem Ausbau der Kompressoren frei und entweichen in die Atmosphäre. Des Weiteren läuft dabei Kompressorenöl aus, verunreinigt den Boden und bildet so eine Gefahr für Oberflächen- und Grundwasser.“

 

Der Entsorgungs- und Servicebetrieb weist darauf hin, dass dieses umweltschädigende Verhalten als Straftat geahndet wird. Kühlgeräte müssen nach Elektroaltgerätegesetz separat erfasst und einer speziellen Verwertung zugeführt werden. Feld: „Die Mitarbeiter des ESB behandeln die Elektrogeräte mit viel Sachverstand, so dass keine umweltschädlichen Stoffe entweichen. Die Elektrogeräte werden in zertifizierten Fachfirmen so verwertet, dass jegliche Umweltbelastung ausgeschlossen wird.“

 

Der ESB bittet Bocholter Bürger, die Augen offen zu halten: Macht sich jemand an Kühlgeräten zu schaffen, am besten das KFZ–Kennzeichen notieren und dem ESB sofort Bescheid geben (Tel.: 02871/246325). Der ESB wird den Sachverhalt dann zur Anzeige bringen.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Albert Feld, ESB, 02871/246325