Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 18. Juli 2008

"EPS"-Bilanz: 1.400 Bäume waren befallen

Bocholt (pd).

Die Bekämpfung der Nester des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet Bocholt ist so gut wie abgeschlossen. Fazit: Rund 1.400 Bäume waren befallen. Das sind viermal so viele wie im Vorjahr. Das meldet der Fachbereich Öffentliche Ordnung, der von einer "explosionsartigen Ausbreitung" spricht. Die Kosten der EPS-Bekämpfungsaktionen lagen insgesamt bei rund 160.000 Euro.

350 Bäume, die schon im Vorjahr aufgefallen waren, wurden diesmal vorbeugend mit einem Bakterium bespritzt, das die Entwicklung der Raupen hemmt. Die Erfolgquote lag nach Angaben des Fachbereichs Öffentliche Ordnung bei 90%. Eine Fachfirma flämmte die Nester der neu gemeldeten Standorte ab.

Unter den betroffenen Stellen befanden sich ganze Straßenzüge wie Kapellenweg, Pannemannstraße oder Liederner Höfgraben. Spielplätze, Schulgelände, Sportstätten, Schulwege waren ebenfalls befallen und wurden mittlerweile erfolgreich von den Gespinsten befreit. Der Fachbereich Öffentliche Ordnung erhielt 160 Hinweise aus der Bevölkerung. Auffällig: Befallen waren nur deutsche Stieleichen, keine amerikanischen Eichen.

Im nächsten Jahr sollen alle registrierten Bäume vorbehandelt werden. Derzeit laufen Überlegungen über eine Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. Gedacht ist an eine gemeinsame Sprühaktion mittels eines Hubschraubers. Neben der vorbeugenden Wirkung würden dadurch auch Kosten reduziert.

Hintergrund: Problematisch sind die feinen Härchen der Raupen während des Larvenstadiums in den Monaten Mai/Juni. Sie stellen für Menschen eine Gefahr dar. Die Brennhaare dringen in Haut und Schleimhäute ein und können allergische Reaktionen wie z.B. anhaltenden Juckreiz oder auch Asthma auslösen.