Bocholt, 29. Oktober 2008
Karriere in drei Diktaturen
Vom Nazi zum Kommunisten: Vortrag über Hans Goßens am 6. November im Stadtarchiv Bocholt
Bocholt (pd).
Vom leidenschaftlichen Nazi zum begeisterten Kommunisten – das ist die Geschichte von Hans Großens. Einen Vortrag über eine „Karriere in drei Diktaturen“ hält am Donnerstag, 6. November 2008, der Historiker Eduard Westerhoff. Beginn ist um 18 Uhr im Stadtarchiv, Münsterstraße 76. Eintritt frei.
Der 1921 in Bocholt geborene Hans Goßens war als scharfer höherer Führer im Deutschen Jungvolk ein leidenschaftlicher Nationalsozialist, der durch sowjetische Kriegsgefangenschaft und politische Umerziehung zu einem überzeugten und begeisterten Kommunisten wurde. Er leitete an der Ostfront die Propaganda gegen die deutschen Truppen, um dann in der DDR in einer dritten Karriere bis zum Oberst der NVA und Honorarprofessor aufzusteigen.
Die Veranstaltung wird angeboten vom Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte, der vom Stadtarchiv und der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg getragen wird. Moderiert wird der Abend von Stadtarchivar Dr. Hans Oppel.