Bocholt, 25. Januar 2010
Münsterer und Münsterin, oder doch Münsteraner?
Vortrag zum Sprachgebrauch am 4. Februar im Stadtarchiv
Bocholt (pd) Der Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte lädt am Donnerstag, 4. Februar, um 18.30 Uhr zu einem Vortrag des Heidener Sprachforschers Michael Wissing ins Stadtarchiv Bocholt, Münsterstraße 7, ein. Unter dem Titel „Münsterer und Münsterin, oder doch Münsteraner?“ wird Wissing einen Einblick in den Sprachgebrauch gewähren. Der Eintritt ist frei.
Die Diskussion um neu in den Sprachgebrauch übernommene Begriffe hat eine lange Tradition. Diese kann für das Deutsche im Wesentlichen seit dem Mittelalter verfolgt werden. Der fortlaufende Einfluss französischer und englischer Begriffe rief besonders seit der Reichsgründung und, nationalistisch übersteigert, während des ersten Weltkriegs Kritik hervor.
Im Jahre 1885 wurde schließlich der Allgemeine Deutsche Sprachverein, unter anderem von dem gebürtigen Bocholter Otto Sarrazin, gegründet. Er verschrieb sich der Bewahrung und Pflege der Deutschen Sprache.
Im Münsterland entstanden recht früh Zweigvereine in Münster und Bocholt. An ihrem Beispiel wird eine zeitgenössische Sprachkritik mit regionalem Bezug erläutert werden. Neben der Struktur der Vereine werden Themen und Ziele vorgestellt, mit denen man sich beschäftigte. Dass Bocholt dabei durchaus eine Sonderrolle zufällt, wird abschließend näher diskutiert.
Der Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte wird vom Stadtarchiv Bocholt und der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg getragen. Stadtarchivar Dr. Hans D. Oppel wird durch den Abend leiten.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Büro des Bürgermeisters, Pressesprecher Karsten Tersteegen, Telefon 0 28 71 95 33 27, E-Mail: karsten.tersteegen@mail.bocholt.de