
(pen) „Mit dem Kompetenznetzwerk Oberflächentechnik bündeln wir regionale und überregionale Kompetenzen für die Bereiche Aus- und Weiterbildung, Umwelt und Recht sowie Forschung und Technik. Wir sorgen für einen schnellen Wissenstransfers und tragen mit unseren Aktivitäten zur Standort- und Wettbewerbssicherung bei.“ So skizziert Netzwerkmanager Achim Gilfert ein Gemeinschaftsprojekt, das die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr zusammen mit der Bergischen Entwicklungsagentur und dem Wupperverband realisiert.
Angesprochen werden rund 220 Unternehmen aus Ennepe-Ruhr-Kreis, dem Kreis Mettmann und dem Bergischen Städtedreieck. „Sie machen unsere Region in Kombination mit den Firmen, die in ihren Fertigungsprozessen oberflächentechnische Bearbeitungsverfahren als Zwischenschritt einsetzen, zu einer Topadresse in Sachen Oberflächentechnik“, macht Gilfert deutlich. Diese Branche, ihre Zukunftsfähigkeit und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern und zu fördern, läge damit im Interesse aller Beteiligten.
Lackieren, Dampfbeschichten oder Ätzen, Beizen, Elektropolieren oder Feuerverzinken, Prozesse, um Oberflächen zu schützen oder zu dekorieren, der Einsatz von Metall, Kunststoff oder Keramik - Verfahren, Ziele und Material sind vielfältig. „Die Beispiele zeigen: Oberflächentechnik ist keine isolierte Branche, sondern findet sich an vielen Stellen und in vielen Betrieben wieder“, erläutert Katja Schulte vom Wupperverband. Für das Netzwerk haben sich die Beteiligten auf folgende Vorgabe verständigt: Angesprochen werden Unternehmen, die Oberflächen beschichten sowie deren Eigenschaft und Beschaffenheit verändern oder die in der Vor- oder Nachbehandlung von Produktionsprozessen eine wichtige Rolle spielen.
„Jedes einzelne Unternehmen ist unser Experte, das formuliert, was es benötigt und welches konkrete Angebot es sich von uns wünscht“, so Gilfert. Als gelernter Industrieschlosser und Handwerksmeister, der im Anschluss ein Studium absolviert hat, bringt der Mitarbeiter der EN-Agentur das für seine Aufgabe notwendige praktische Know How mit.
Um die Ziele des Netzwerks zu erreichen bietet das Netzwerk neben Dienstleistungen in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Forschung und Technik sowie Umwelt und Recht auch Veranstaltungen zum Austausch und Seminare zu von Betrieben ausgesuchten Themen an. „Darüber hinaus arbeiten wir an einem digitalen Leitfaden, der Unternehmen helfen soll, Genehmigungsverfahren zügig umzusetzen und Antworten auf umweltrechtliche Fragen zu finden“, nennt Schulte aktuelle Aufgabenfelder. Sie plädiert zudem für eine möglichst weit reichende Vernetzung der Akteure. Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, mit Bildungsdienstleistern, Brancheninitiativen, Forschungseinrichtungen oder Behörden, die Zulassungen und Genehmigungen von Anlagen erteilen, ins Gespräch zu kommen. Weiterer Partner ist auch die Effizienzagentur. „Dort liegen die Kompetenzen, um Prozesse zu optimieren, betrieblichen Umweltschutz zu praktizieren und Kosten einzusparen.
Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.netzwerk-surface.net
Stichwort EN-Agentur
Seit 1996 unterstützt die EN-Agentur mit Sitz in Hattingen die Arbeit der örtlichen Wirtschaftsförderungen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Sie ist Dienstleister für Unternehmen, bearbeitet gemeinsam mit Partnern strategische Vorhaben und vermarktet die Region nach Außen. Die Arbeit der Agentur erstreckt sich im Einzelnen auf die Schwerpunkte Wirtschaftsförderung, Tourismusförderung und Regionalmarketing sowie Energieeffizienz und Klimaschutz. Internet: www.en-agentur.de.