Bocholt, 20. Juni 2012
Stadt warnt weiter vor dubiosen Anzeigenverkäufern
Alidea AG nutzt kopierte Anzeigenvorlagen zur Akquise
Bocholt (PID).
Bereits im Oktober letzten und im Februar und Mai diesen Jahres versuchte es der "Verlag für Mediengestaltung" aus Andernach, mit Kopien aus städtischen Broschüren Anzeigenaufträge bei Bocholter Firmen zu akquirieren. Jetzt liegt ein neuer Fall vor, allerdings mit einer anderen Firma, der ALIDEA AG. Die Stadt Bocholt warnt davor, leichtfertig etwas zu unterschreiben.
Mit einem Faxvordruck versucht der Verlag, der in der Schweiz beheimatet ist, aber mit einer deutschen Faxnummer arbeitet, für eine "Bürgerinformationsbroschüre" Anzeigenaufträge von Firmen zu bekommen. Auffällig dabei ist, dass die Anzeigenvorlage, die mitgeschickt wird, mit Anzeigen identisch sind, die heimische Unternehmen für die Neubürgerbroschüre "Bocholt von A - Z" geschaltet hatten. "Damit und mit dem Hinweis im Telefonat, dass eine Bürgerinformationsbroschüre neu aufgelegt werde, wird der Anschein erweckt, dass es sich um eine Broschüre der Stadt handelt", erläutert Bruno Wansing vom städtischen Presse- und Informationsdienst.
Im Fax werde zwar nicht explizit darauf hingewiesen, dass eine Zusammenarbeit mit der Stadt erfolge. In den Telefonaten mit den potenziellen Anzeigen kunden behaupte der Verlag dann allerdings, mit der Stadt zusammenzuarbeiten. Wansing: "Das ist definitiv nicht so. Grundsätzlich müssen Verlage, mit denen wir zusammenarbeiten, ein Akquisitionsschreiben, das vom Bürgermeister unterzeichnet wird, vorlegen können." Passiere das wie im jüngsten Fall nicht, warnt Wansing davor, "derartige Anzeigenaufträge zu unterzeichnen. Das Vorgehen solcher Anbieter ist dubios. Sie können auf Rückfrage oft nicht einmal ein Belegexemplar der letzten Auflage vorweisen."
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Büro des Bürgermeisters, Presse- und Informationsdienst, Bruno Wansing, Telefon +49 2871 953-571, E-Mail: bruno.wansing@mail.bocholt.de