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Bildungs- und Teilhabepaket ist im Kreis angekommen

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15. Februar 2013
Bildungs- und Teilhabepaket ist im Kreis angekommen

(pen) Doppelt so viele Anträge, eine nahezu hundertprozentige Steigerung bei der Höhe der ausgezahlten Gelder - dieser Vergleich zwischen 2011 und 2012 ist für das Jobcenter EN ein deutlicher Beleg: Das Bildungs- und Teilhabepaket ist im Ennepe-Ruhr-Kreis angekommen und es wird abgeholt. In Zahlen ausgedrückt: Während die sechs Regionalstellen im Premierenjahr des Paketes 4.200 Anträge erhielten, waren es 2012 mehr als 8.900, die Auszahlungssumme stieg von 730.000 Euro auf 1,32 Millionen.

Ein Grund für die stärkere Nachfrage: Im Rahmen der Aktion „Hol Dir Dein Paket“ hatte das Jobcenter EN Anfang letzten Jahres 3.400 Bedarfgemeinschaften per Post auf Fördermöglichkeiten hingewiesen und so Informationslücken gezielt geschlossen. „Zum Jahresende standen dann 7.331 bewilligte Anträge in den Büchern“, zieht Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters, Bilanz. Rein rechnerisch haben damit im letzten Jahr vier von fünf der insgesamt 10.000 anspruchsberechtigten Kindern im Ennepe-Ruhr-Kreis vom Bildungs- und Teilhabepaket profitiert. „Rein rechnerisch, weil es natürlich Familien gibt, die für ihr Kind mehrere Anträge gestellt haben und mehrfach unterstützt wurden“, erläutert Dürwald.

Mit 3.338 positiven Bescheiden waren die Leistungen für die Mittagsverpflegung am häufigsten vertreten, gefolgt von Schulfahrten und Ausflügen. Hier gab es 1.881 Bewilligungen. Stark gefragt war auch die Übernahme von Mitgliedsbeiträgen für Sportvereine oder von Kosten für Musikunterricht. Davon profitierten 1.802 Kinder. „Bei der Lernförderung und der Nachhilfe wurden aus 20 bewilligten Anträgen im Januar 299 Ende Dezember“, nennt Dürwald ein weiteres Detail. Größter Ausgabeposten im Bildungs- und Teilhabepaket war mit 475.000 Euro das Schulbedarfspaket, das in zwei Pauschalzahlungen pro Halbjahr fließt. Davon profitierten über 6.000 Kinder und Jugendliche.

Mit dem Bildungspaket beteiligt sich der Bund seit Anfang 2011 an Ausgaben für den Schulbedarf, für eintägige und mehrtägige Ausflüge von Schulen und Kindertageseinrichtungen, für Nachhilfeunterricht, für das Mittagessen in Schule, Kindergarten oder Hort, für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben sowie für die Schülerbeförderung. Je nach Leistung gibt es Vorgaben für das Alter der Kinder und die Höhe der möglichen Unterstützung. Grundsätzlich gilt: Außer beim persönlichen Schulbedarfspaket, das pauschal automatisch zweimal pro Jahr gezahlt wird, muss jede konkrete Leistung, so sieht es das Bundesgesetz vor, beantragt werden.

Alle Details zum Bildungs- und Teilhabepaket finden Interessierte auf der Internetseite des Jobcenters EN unter www.jobcenter-en.de.

Stichwort Jobcenter EN
Seit Januar 2005 betreut und vermittelt der Ennepe-Ruhr-Kreis als so genannte Optionskommune Langzeitarbeitslose in Eigenregie. Um diese Aufgabe zu bewältigen, hatten die Kreisverwaltung und die neun kreisangehörigen Städte seinerzeit die JobAgentur EN gegründet. Sie verfügt über sechs Regionalstellen sowie Anlaufstellen in allen Städten. Seit Anfang 2011 wird der zunächst auf sechs Jahre beschränkte Modellversuch unbefristet fortgesetzt, gleichzeitig wurde aus der JobAgentur EN das Jobcenter EN. Seit Anfang 2013 ist das Jobcenter EN ein Fachbereich der Kreisverwaltung.




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de