Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 22. April 2013

Stadtgeschichte: Suderwick-West unter Niederländischer Auftragsverwaltung

Offener Gesprächsabend am 6. Mai ab 18.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Suderwick / Wanderausstellung in Planung / Zeitzeugen gesucht

Bocholt (PID).

Der 23. April ist für einen Teil der Bewohner des deutsch-niederländischen Grenzgebietes ein denkwürdiges Datum. Vor 64 Jahren - am 23. April 1949 – wurden Suderwick-West, Elten und verschiedene Dörfer im Selfkant an die Niederlande angegliedert. Die ca. 10.000 deutschen Bewohner in den davon betroffenen Orten lebten danach 14 Jahre lang unter niederländischer Verwaltung, bis das Königreich sich 1963 zur Rückgabe der Grenzkorrekturgebiete an die Bundesrepublik entschied.

Ein Gesprächsabend am Montag, 6. Mai, erinnert unter dem Titel "Suderwick-West unter niederländischer Auftragsverwaltung, 1949-1963" an dieses geschichtliche Kapitel. Beginn ist ab 18.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Suderwick, Eintritt frei. Es laden ein die Stichting Cultuur en Grensgeschiedenis, das Stadtarchiv Bocholt, der Heimatverein Suderwick, der Deutsch-Niederländische Geschichtsverein, das Grenslandmuseum Dinxperlo und die Stichting Bewaar 't Olde Dinxperlo.

Mit Blick auf das historische Datum des 23. April 1949 - dem Tag, an dem die Grenzen verlegt wurden und Suderwick-West für 14 Jahre lang zu den Niederlanden kam - möchten die Organisatoren einen Abend lang Zeitzeugen die Gelegenheit geben, über das Erlebte zu berichten. Durch den Abend führt die Historikerin Drs. Manuela Friedrich. Die Veranstalter bitten interessierte Bürger darum, geschichtliches Bildmaterial, historische Dokumente oder Objekte mitzubringen.

In wenigen Monaten - am 1. August 2013 - jährt sich die Rückübertragung der Grenzstreifen zum 50. Mal. Mit Blick auf dieses historische Datum wird zur Zeit unter dem Titel ‚Einmal Niederlande und zurück' eine Wanderausstellung vorbereitet. Die Ausstellung wird sich ausführlich mit der Geschichte der niederländischen Auftragsverwaltung deutscher Gebiete (1949-1963) beschäftigen. Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen der Ausstellung ist die Stichting Cultuur en Grensgeschiedenis in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bocholt auf der Suche nach zeithistorischen Objekten und Zeitzeugen, die von der Grenzkorrekturzeit erzählen können.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Dr. Axel Metz, Leitender Stadtarchivar Bocholt, 02871/24 110 10