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Schulsozialarbeit: Landrat begrüßt Forderung des Bundesrates

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06. Mai 2013
Schulsozialarbeit: Landrat begrüßt Forderung des Bundesrates

(pen) Der Bundesrat hat die Bundesregierung mit großer Mehrheit aufgefordert, die Schulsozialarbeit auch nach 2013 zu finanzieren. Mit initiiert worden ist dieser Beschluss von der nordrhein-westfälischen Landesregierung, Ausgangspunkt ist auch ein ähnlich formulierter Anspruch, den Landrat Dr. Arnim Brux als Vizepräsident des Landkreistages Nordrhein-Westfalen bereits vor einigen Wochen gestellt hatte.

 

„Die Schulsozialarbeiter, die speziell für das Bildungs- und Teilhabepaket werben, haben auch im Ennepe-Ruhr-Kreis in den vergangenen zwei Jahren viele Kinder und Jugendliche, deren Familien Sozialleistungen beziehen, erreicht und sie so erfolgreich unterstützt. Auch an den Schulen, deren Schulträger wir sind, konnten Hürden abgebaut, Wege zu einem warmen Mittagsessen, in den Sportverein oder zu einer individuellen Lernförderung geebnet werden“, macht der Landrat erneut deutlich. An Berufskollegs, Gesamtschule und Förderschulen hatte der Ennepe-Ruhr-Kreis insgesamt fünf Stellen geschaffen. Weitere Stellen waren von den Städten an ihren Schulen eingerichtet worden.

 

Aktuell ist wegen der vom Bund 2011 auf drei Jahre beschränkten Finanzierung die Weiterbeschäftigung vieler Schulsozialarbeiter und damit die Zukunft gerade gewachsener Beratungsangebote ungewiss. „Wie alle Kreise haben wir von Anfang an klar gemacht: Finanzielle Spielräume, um nach einem Rückzug des Bundes die weitere Schulsozialarbeit selbst zu finanzieren, sind nicht vorhanden“, erinnert Brux an die Ausgangslage.

 

Das Votum des Bundesrates ist für ihn eine weitere klare Ansage an die Bundesregierung, ihre Haltung gegenüber Kreisen, Städten und Gemeinden zu ändern. „Ob dies von Erfolg gekrönt sein wird, müssen wir abwarten. Wir nehmen unsere Verantwortung für Kinder und Jugendliche allerdings so ernst, dass wir bereits Lösungen für den Fall haben, dass sich der Bund seiner Verantwortung entzieht“, macht Brux deutlich.

 

Mit anderen Worten: Schulsozialarbeit und Schulsozialarbeiter im Ennepe-Ruhr-Kreis haben eine Perspektive. Möglich macht dies der gezielte Einsatz der vom Bund bis Ende des Jahres zur Verfügung gestellten Gelder. „Mit diesen Mitteln werden wir das Angebot bis zum Schuljahresende 2014 aufrechterhalten können“, kündigt der Landrat an. Eine Zwischenlösung, die nur die Bundesregierung zu einer Dauerlösung machen kann.

 

Stichwort Bildungs- und Teilhabepaket

 

Während die sechs Regionalstellen in 2011, dem Premierenjahr des Paketes, 4.200 Anträge erhielten, waren es 2012 mehr als 8.900. Die Auszahlungssumme stieg von 730.000 Euro auf 1,32 Millionen. Mit 3.338 positiven Bescheiden waren die Leistungen für die Mittagsverpflegung am häufigsten vertreten, gefolgt von Schulfahrten und Ausflügen. Hier gab es 1.881 Bewilligungen. Stark gefragt war auch die Übernahme von Mitgliedsbeiträgen für Sportvereine oder von Kosten für Musikunterricht. Davon profitierten 1.802 Kinder. Größter Ausgabeposten im Bildungs- und Teilhabepaket war mit 475.000 Euro das Schulbedarfspaket, das in zwei Pauschalzahlungen pro Halbjahr fließt. Davon profitierten über 6.000 Kinder und Jugendliche.




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
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