Bocholt, 07. Mai 2013
Zukunftsvision: "Spaziergang" durch Bocholt im Jahr 2022
Gut besuchter Infoabend zum Thema "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau"
Bocholt (PID).
Wie könnte die Bocholter Innenstadt im Jahr 2020 aussehen? Einen Eindruck konnten sich Bürger gestern beim öffentlichen Infoabend im Rathaus verschaffen, wo städtebauliche Visionen vorgestellt und von Experten erläutert wurden.
"Unsere Innenstadt ist der tatsächliche und gefühlte Mittelpunkt der Stadt", begrüßte Bürgermeister Peter Nebelo die Gäste des "Zukunftsforums Innenstadt" am Montagabend im Foyer des Rathauses. "Und deshalb müssen wir uns den Zukunftsfragen auch - wie unter einem Vergrößerungsglas - stellen."
Gut 180 Gäste waren der Einladung der Stadt zum öffentlichen Infoabend gefolgt. Nach der Begrüßung durch Nebelo stellte Stadtbaurat Ulrich Paßlick die Leitideen der künftigen Stadtentwicklung vor. "Reurbanisierung ist das Thema der Zukunft", so Paßlick. "Wir wollen multifunkionale bunte Lebenslandschaften." Der Stadtbaurat erläuterte die "Treiber der Veränderung", und dazu zähle nicht nur die demographische Entwicklung . "In 2030 hat Bocholt nur noch 67.000 Einwohner", so Paßlick (heute rund 74.500, Anmerkung der Red.). Er betonte weiter, dass auch auf die veränderten Einstellungen der Menschen eingegangen werden müsse. "Wir werden es zunehmend mit Singlehaushalten zu tun haben", so Paßlick, "auch daran müssen wir denken." Es gelte, eine Balance in der Innnestadt zwischen Spannung und Entspannung zu finden. Wirtschaftlicher und ökologischer Wandel müsse zudem berücksichtigt werden. Zehn Entwicklungsziele zur Stärkung der Innenstadt stellte der Stadtbaurat vor. "Die Innenstadt ist der identitätsstiftende Mittelpunkt, das Zentrum der Region", so Paßlick.
Heute, 7. Mai, findet - ebenfalls im Foyer des Rathauses - das "Zukunftscafé" statt. Geladene Gäste aus dem Bereich der Straßengemeinschaften, des Handels und der Eigentümerschaft diskutieren in einem Workshop die Entwicklungsmöglichkeiten der Innenstadt.
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