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Ennepetaler Sperrmüllnächte sind lang

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17. Mai 2013
Ennepetaler Sperrmüllnächte sind lang

(pen) „Kommen Sie wieder, werfen sie einen erneuten Blick auf die Sperrmüllabfuhr. Ihre Kontrollen hatten im letzten Jahr dazu beigetragen, dass es vor unseren Häusern deutlich ruhiger zuging. Jetzt ist es wieder lauter geworden, viele Sammler sind wieder da.“ Mit dieser Bitte haben sich in den vergangenen Wochen wiedeholt Ennepetaler an die Kreisverwaltung gewandt. Ihr Motiv: An Sperrmüllwochenenden sind Fahrzeuge teilweise im Minutentakt in den Straßen der Stadt unterwegs, die Insassen halten von Sonntagmittag bis zum frühen Montagmorgen Ausschau nach Verwertbarem.

„Für viele der Sammler, die mit ihren Transportern aus Wuppertal und Dortmund, aber auch aus Polen anrollen, war es tatsächlich ein Déjà-vu mit uns“, berichtet Elisabeth Henne, Abfallfachfrau der Kreisverwaltung. „Allerdings interessierten sich auch Fußgänger, ausgestattet mit Rucksäcken, für das, was an der Straße stand.“ Profis wie Amateure, die Hand an den Sperrmüll legten, durften sich dann von Polizei und Kreisverwaltung zumindest anhören, dass das Durchsuchen und Mitnehmen des Abfalls verboten ist. „Wir haben an den letzten beiden Sonntagen aber auch Platzverweise ausgesprochen und Bußgeldverfahren eingeleitet“, berichtet Henne.

Um am Ende erfolgreich zu sein, müssen laut Henne aber auch die Bürger mitarbeiten. Nicht alles, was man gesehen habe, könne als Sperrmüll durchgehen, vieles werde von Passanten vielmehr verständlicherweise als Einladung verstanden, ihr Warenlager für den nächsten Flohmarkt wieder aufzufüllen. „Dann wird gesucht und gewühlt und auf dem Bürgersteig sieht es im Anschluss aus, wie beim Hempels unter´m Sofa“, hat Henne gleich an mehreren Stellen beobachtet.

Ebenso bemerkenswert: Ganz bewusst setzt die eine oder der andere auf die Sammler und ihr Mitnahmeverhalten. Ein Beispiel: Beobachtetet wurde ein Ennepetaler, der einen Staubsauger vor die Tür stellte. Den Hinweis, Elektrogeräte gehörten nicht zum Sperrmüll, konterte er locker mit der Aussage: „Das weiß ich, aber der wird heute Nacht sowieso mitgenommen“. Und auch die „Schenker“ gibt es. „Sie tauchen in schöner Regelmäßigkeit mit der Aussage ´das habe ich gerade abgegeben´ auf, wenn wir einen Sammler ansprechen“, so Henne.

Diese Verhaltensweisen machen die Fahrt Richtung Ennepetal für viele zum lohnenden Ausflug, Belästigungen in den jeweiligen Sammelbezirken inklusive. Die Kreisverwaltung macht daher noch einmal darauf aufmerksam: „Als Sperrmüll gelten nur die Abfälle aus dem Haushalt, die für die Restmülltonne zu groß sind. Der vorgefundene Kleinkram und die Elektrogeräte gehören nicht in den Sperrmüll und wirklich gute Dinge können auf anderen Wegen einer weiteren Nutzung zugeführt werden.




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de