(pen) In seiner Zeit als Gevelsberger Stadtdirektor und insbesondere als Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises war es Volker Stein stets ein besonderes Anliegen, im „Kreis aus der Retorte“ die Kirchtürme langsam aber sicher zu vernetzen. Jetzt feierte der Gevelsberger seinen 70. Geburtstag.
„Ihr Ziel war es immer, Wohnen, Arbeiten und Erholen im Ennepe-Ruhr-Kreis Perspektive und Zukunft zu geben. Einige Beispiele für dieses Engagement sind die Gründung der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr, die Aktivitäten im Ruhrtal, wo aus einer Vielzahl von Einzelprojekten am Ende ein erfolgreiches Handlungsprogramm geworden ist und die Fortschritte im Tourismus“, erinnerte Landrat Dr. Arnim Brux an das Wirken Steins als er ihm die Glückwünsche von Kreisverwaltung und Kreistag persönlich überbrachte.
Nach dem Abitur in Dortmund und dem Studium der Rechtswissenschaften in Münster sowie Bochum hatte Stein bis 1981 in verschiedenen Bereichen bei der Bezirksregierung Arnsberg gearbeitet. Von 1981 bis 1996 folgte die Tätigkeit als Stadtdirektor in Gevelsberg. Am 18. März 1996 wählte ihn der Kreistag dann zum ersten hauptamtlichen Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises. „Auf Sie wartete eine Position, in der erstmals die Aufgaben des ehrenamtlichen Landrats und des hauptamtlichen Oberkreisdirektors vereinigt waren. Hierzu gehörten die Gesamtleitung der Kreisverwaltung und der Kreispolizeibehörde, die Führung eines Dezernates und der Vorsitz in Kreistag und Kreisausschuss. Zudem waren Sie der gesetzliche Vertreter des Kreises und sein höchster Repräsentant“, skizzierte Brux die Stellenbeschreibung seines Vorgängers.
Im Juni 2002, gut drei Jahre nach seiner Wiederwahl durch die Bürger des Ennepe-Ruhr-Kreises, hatte Stein dann um die Versetzung in den Ruhestand gebeten, Grund dafür war seine Erkrankung an Parkinson. „In die Betroffenheit von Verwaltung, Politik und Bevölkerung mischte sich seinerzeit auch ein großes Maß an Respekt. Respekt davor, dass Sie so offen mit Ihrer Krankheit umgehen“, so Brux.