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Schwelm: Sperrbezirk für Bienenseuche aufgelöst

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18. Juli 2013
Schwelm: Sperrbezirk für Bienenseuche aufgelöst

(pen) Der Ausbruch der Amerikanische Faulbrut in Bienenständen in Wuppertal hatte es im Hebst 2012 nötig gemacht, im Westen und Südwesten von Schwelm einen Sperrbezirk einzurichten. So sollte verhindert werden, dass die sehr ansteckende Krankheit von Bienenstand zu Bienenstand übertragen wird. Nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen und vorgegebene Fristen abgelaufen sind, gilt der Bereich jetzt wieder als seuchenfrei. Der Ennepe-Ruhr-Kreis konnte die Verordnung über den Sperrbezirk wieder aufheben, die betroffenen Imker müssen ab sofort keine Auflagen mehr beachten.

 

Im letzten Jahr hatte sich die Amerikanische Faulbrut in der gesamten Bundesrepublik stark ausgebreitet. „Nach wie vor sollte jeder Imker daher zum einen darauf achten, nur Bienenvölker mit gültigem Gesundheitszeugnis zuzukaufen. Zum anderen“, so der Rat von Dr. Annemarie Schüer vom Veterinäramt, „kann die Hygiene am Bienenstand gar nicht penibel genug sein. Bienenwaben sollten daher beispielsweise keinesfalls draußen liegen bleiben und unbewohnte Bienenwohnungen sind verschlossen zu halten. Insbesondere durch Räuberei, die insbesondere im Spätsommer und Herbst zu beobachten ist, droht andernfalls eine Übertragung der Seuche auf bisher gesunde Völker.“

 

Jeder Imker sollte in seinem und im Interesse der Nachbarimker auf Anzeichen von Krankheiten achten und im Zweifelsfall den Sachverständigen seines Vereines oder das Kreisveterinäramt benachrichtigen. Insbesondere eingefallene Zelldeckel mit Löchern, die im Brutbereich gefunden werden, sowie bräunlich fädenziehende Inhalte in den Brutzellen sollten als Alarmsignale gewertet werden.

 

Stichwort Amerikanischen Faulbrut

 

Die Krankheit ist nicht heilbar, befallene Völker werden in der Regel abgetötet. Für Menschen ist die Faulbrut ungefährlich, gleiches gilt für mit Sporen belasteten Honig, der unbedenklich verzehrt werden kann. Für Imker gilt allerdings: Von Bienen ist infizierter Honig fernzuhalten, da sie sich daran anstecken können. Gerade im Honig sind die Sporen nämlich besonders gut haltbar. er ist damit eine Quelle für Neuinfektionen. Der Erreger kann unter anderem über verunreinigtes Imkerwerkzeug sowie durch erwachsene Bienen, die in von der Faulbrut betroffenen Stöcken räubern, auf die im Stock vorhandene Brut übertragen werden. In den Larven vermehrt sich der Erreger und tötet den Nachwuchs.




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
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