Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 24. April 2015

Europabüro #Bocholt: 500 Schüler beim „Tag der Nachbarsprache“ im Bocholter TextilWerk

Schulalltag einmal anders/17 interkulturelle Workshops

Bocholt (EUBOH).

Lautes Hämmern auf dem Bauplatz, das „Plopp“ der Minigolfbälle und die deutsch-niederländischen Anweisungen des Basketballtrainers erklangen am Donnerstag, 23. April 2015, an der Freizeithalle am Aasee. Nicht nur hier kamen rund 500 Schüler aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet zum „Tag der Nachbarsprache“ zusammen, um sich in insgesamt 17 verschiedenen Workshops auszutauschen und zusammenzuarbeiten.

Nachbarsprache im Mittelpunkt

Paul van Dun von der Regio Achterhoek begrüßte die deutschen und niederländischen Gäste im Drosselsaal des TextilWerks. Er freute sich, dass so viele junge Leute die Gelegenheit nutzten, an einem Tag ihre gleichaltrigen Nachbarn von der anderen Grenzseite kennenzulernen. Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bocholt, Elisabeth Kroesen, hieß die Gäste ebenfalls willkommen und überbrachte als Mitglied des Euregio-Rats einen Scheck über 2.500 Euro zur finanziellen Unterstützung des „Tags der Nachbarsprache“.

Nach dem Auftritt eines niederländischen Rappers ging es in die verschiedenen Workshops. Dort stand die Kommunikation in der jeweiligen Nachbarsprache genauso im Vordergrund wie die Zusammenarbeit an dem gestellten Thema. So mussten die Jugendlichen im Workshop „Mode“ ein Board entwickeln, dass den Modetrend für die Altersgruppe 30 zum Thema „Love & Peace“ entsprach. Martin Schmidt, wissenschaftlicher Referent im TextilWerk Bocholt, gab dabei allerlei Wissenswertes mit auf den Weg. Große Modelabels, so berichtete er, erarbeiten wöchentlich neue Boards, damit gerade junge Menschen bei ihrem Stadtbummel immer wieder neue Trends entdecken.

Aktivitäten rund um die Freizeithalle am Aasee und im TextilWerk

Neben den Workshops im TextilWerk waren die Jugendlichen rund um die Freizeithalle am Aasee aktiv. Ob Stafettenlauf, Minigolf spielen, Tiefseilgarten, Basketball und Bauplatz - bei allen Aktivitäten stand der Gebrauch der deutschen bzw. niederländischen Sprache im Mittelpunkt. Dabei ging es den jungen Leuten nicht nur darum, über die gestellte Aufgabe zu sprechen, sondern sie erfuhren auch Zahlreiches über Hobbies, den Schulalltag und auch das Familienleben ihres Gegenübers. Großen Zulauf erhielten auch die Workshops „Tanz“ in der Tanzschule Heitmann-Wels und „Fußball“ auf dem Platz des DJK 97/30 Sportfreunde Lowick e.V.

In der Stadtbibliothek setzte man sich künstlerisch mit dem Thema Europa auseinander. Ebenfalls kreativ war es beim Portraitieren im Seminarraum im TextilWerk an der Uhlandstraße oder in den Workshops „Chor“ und „Band“. Außerdem bekamen die Schülerinnen und Schüler in einem Workshop vermittelt, wie man im Ernstfall richtig reagiert und Erste Hilfe leistet.

Aktuell zur Ausstellung „Glanz und Grauen – Mode im Dritten Reich“ im TextilWerk – Spinnerei - fand für eine Schülergruppe zunächst eine Führung und anschließend die dazu passende, moderierte Diskussionsrunde statt. Dokumentiert wurde der ganze Tag von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Film-, Fotografie- und Presse-Workshops.

Grenzüberschreitendes Projekt

Hintergrund für die Veranstaltung war der in den Niederlanden landesweit organisierte „Tag der deutschen Sprache“ am 23. April 2015. Wie im Jahr 2014 beteiligten sich hier Regio Achterhoek und die Stadt Bocholt sowie die Gemeente Winterswijk federführend an dieser Veranstaltung. In Zusammenarbeit mit dem LWL-Textilwerk Bocholt und dem Europe-direct Informationszentrum Bocholt haben sie die Initiative ergriffen, an diesem Tag den zweiten „Tag der Nachbarsprache“ für Schülerinnen und Schüler diesseits und jenseits der Grenze zu organisieren.

Dieses ist eine Pressemitteilung des Europabüros Bocholt - Internationale Beziehungen.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Europabüro, Partnerschaftsbeauftragte Petra Taubach, Telefon +49 2871 953-328, E-Mail: petra.taubach@mail.bocholt.de